AEVO-Prüfung üben: Ausbildungsplan und Kooperation (Handlungsfeld 2)
- Handlungsfeld 2: Betrieblicher Ausbildungsplan, Kooperation, Teilzeit, Ausland
- 10 Fragen
- 12 Minuten
Zehn Fragen zur Vorbereitung der Ausbildung im Betrieb. Tipp: Der betriebliche Ausbildungsplan übersetzt die bundesweite Vorgabe in die Abläufe deines Betriebs, ohne Inhalte wegzulassen.
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Frage 1
Worauf baut der betriebliche Ausbildungsplan auf?
Richtige Antwort: D
Der Betrieb überträgt den Ausbildungsrahmenplan auf seine eigenen Abteilungen und Abläufe. Der Rahmenlehrplan wird zur Abstimmung herangezogen, ist aber nicht die Grundlage des betrieblichen Plans.
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Frage 2
Was legt die zeitliche Gliederung eines Ausbildungsplans fest?
Richtige Antwort: B
Die sachliche Gliederung beschreibt, was vermittelt wird; die zeitliche Gliederung legt fest, wann und wie lange. Die Stunden der Berufsschule regelt das Land.
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Frage 3
Ein Industrieunternehmen hält fest, dass eine Auszubildende von März bis Mai im Einkauf und von Juni bis August im Vertrieb eingesetzt wird. Wie heißt dieser Plan?
Richtige Antwort: C
Der Versetzungsplan zeigt, welche Abteilungen eine Auszubildende in welchem Zeitraum durchläuft. Er ergänzt den betrieblichen Ausbildungsplan; der Ausbildungsrahmenplan nennt keine betrieblichen Abteilungen.
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Frage 4
Wie lange darf ein Teil der Berufsausbildung nach dem BBiG höchstens im Ausland stattfinden?
Richtige Antwort: A
Nach § 2 Abs. 3 BBiG können Teile der Ausbildung im Ausland durchgeführt werden, wenn das dem Ausbildungsziel dient; ihre Gesamtdauer soll ein Viertel der vorgeschriebenen Ausbildungsdauer nicht überschreiten.
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Frage 5
In einem Betrieb gibt es einen Betriebsrat. Bei welcher Frage hat er nach dem Betriebsverfassungsgesetz ein Mitbestimmungsrecht?
Richtige Antwort: D
§ 98 Abs. 1 BetrVG gibt dem Betriebsrat ein Mitbestimmungsrecht bei der Durchführung betrieblicher Bildungsmaßnahmen, also etwa bei der Gestaltung der Ausbildung im Betrieb. Ausbildungsordnungen, Gebühren und Schulnoten liegen außerhalb des Betriebs.
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Frage 6
Unter welcher Voraussetzung kann in einem Betrieb eine Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) gewählt werden?
Richtige Antwort: C
Nach § 60 BetrVG wird eine JAV in Betrieben gewählt, in denen ein Betriebsrat besteht und in der Regel mindestens fünf Beschäftigte unter 18 Jahren oder Auszubildende unter 25 Jahren arbeiten. Eine Genehmigung der Kammer ist nicht nötig.
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Frage 7
Die Auszubildenden lernen ein Thema laut Lernfeld erst im zweiten Jahr in der Berufsschule, im Betrieb steht es schon im ersten Jahr an. Was ist sinnvoll?
Richtige Antwort: B
Lernortkooperation heißt, dass Betrieb und Berufsschule sich abstimmen, damit Theorie und Praxis zusammenpassen. Der Betrieb kann seinen Plan anpassen, eine Befreiung vom Unterricht ist nicht vorgesehen.
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Frage 8
Was ist mit überbetrieblicher Ausbildung (ÜBA) gemeint?
Richtige Antwort: A
Überbetriebliche Lehrgänge, im Handwerk besonders verbreitet, vermitteln in Bildungszentren Inhalte, die viele Betriebe nicht vollständig abdecken. Sie ergänzen die betriebliche Ausbildung, ersetzen sie aber nicht.
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Frage 9
Ein Betrieb und eine alleinerziehende Bewerberin vereinbaren eine Teilzeitberufsausbildung. Um wie viel darf die tägliche oder wöchentliche Ausbildungszeit höchstens verkürzt werden?
Richtige Antwort: A
§ 7a BBiG erlaubt eine Kürzung der Ausbildungszeit um höchstens 50 Prozent. Die Ausbildungsdauer verlängert sich dann entsprechend, höchstens auf das Eineinhalbfache.
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Frage 10
Ein Betrieb plant für seine Auszubildenden einen dreiwöchigen Lehrgang in einer überbetrieblichen Bildungsstätte. Wo muss diese Maßnahme festgehalten werden?
Richtige Antwort: C
Ausbildungsmaßnahmen außerhalb der Ausbildungsstätte gehören nach § 11 BBiG zu den Mindestangaben der Vertragsniederschrift. So wissen Auszubildende vorher, wo sie überall ausgebildet werden.
Leer gelassene Fragen zählen nicht als falsch.