AEVO-Prüfung üben: Duales System und Nutzen der Ausbildung (Handlungsfeld 1)
- Handlungsfeld 1: Duales System, Zuständigkeiten, Nutzen
- 10 Fragen
- 12 Minuten
Zehn Fragen zu den Grundlagen der Berufsausbildung: Lernorte, Regelwerke, Zuständigkeiten und die Frage, warum ein Betrieb überhaupt ausbildet. Tipp: Unterscheide genau zwischen Vorgaben des Bundes für den Betrieb und Vorgaben der Länder für die Berufsschule.
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Frage 1
Welche beiden Lernorte bilden im dualen System der Berufsausbildung gemeinsam aus?
Richtige Antwort: B
„Dual“ bedeutet: Die praktische Ausbildung findet im Betrieb statt, der theoretische Unterricht in der Berufsschule. Die Kammer überwacht und prüft, sie ist aber kein Lernort.
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Frage 2
Wer erlässt die Ausbildungsordnung für einen staatlich anerkannten Ausbildungsberuf?
Richtige Antwort: D
Ausbildungsordnungen gelten bundesweit und werden vom Bund als Rechtsverordnung erlassen. Die Kultusministerien der Länder sind für den Berufsschulunterricht zuständig, nicht für die betriebliche Ausbildung.
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Frage 3
Woran orientiert sich der Unterricht der Berufsschule in einem Ausbildungsberuf?
Richtige Antwort: A
Der Rahmenlehrplan wird von der Kultusministerkonferenz (KMK) beschlossen und ist mit der Ausbildungsordnung abgestimmt. Der Ausbildungsrahmenplan ist dagegen Teil der Ausbildungsordnung und gilt für den Betrieb.
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Frage 4
Eine Geschäftsführerin überlegt, ob sich eigene Ausbildung lohnt. Welcher Punkt ist ein typischer Nutzen der Ausbildung für den Betrieb?
Richtige Antwort: C
Selbst ausgebildete Fachkräfte sind mit Betrieb, Kunden und Abläufen vertraut, Suche und Einarbeitung kosten weniger. Eine Bleibepflicht im Ausbildungsvertrag wäre nichtig, und Vergütung steht auch in der Probezeit zu.
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Frage 5
Ein Friseurbetrieb möchte zum ersten Mal ausbilden. Welche Stelle ist für diesen Handwerksberuf die zuständige Stelle?
Richtige Antwort: A
Für Berufe des Handwerks ist die Handwerkskammer zuständige Stelle; sie führt das Verzeichnis der Ausbildungsverhältnisse (Lehrlingsrolle) und nimmt Prüfungen ab. Die IHK ist für Industrie und Handel zuständig.
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Frage 6
Welche Aufgabe hat die zuständige Stelle (zum Beispiel die IHK) in der Berufsausbildung?
Richtige Antwort: C
Die zuständige Stelle überwacht die Durchführung der Ausbildung und berät die Beteiligten, vor allem durch Ausbildungsberaterinnen und Ausbildungsberater. Die Vergütung zahlt der Ausbildende, Lehrkräfte stellt das Land ein.
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Frage 7
Welche Einrichtung erarbeitet gemeinsam mit Sachverständigen der Arbeitgeber und Gewerkschaften die Entwürfe neuer Ausbildungsordnungen?
Richtige Antwort: D
Das BIBB entwickelt die Entwürfe von Ausbildungsordnungen zusammen mit Fachleuten der Sozialpartner; erlassen werden sie dann vom zuständigen Bundesministerium. Die KMK erarbeitet parallel nur den Rahmenlehrplan.
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Frage 8
Welches Dokument enthält als bundesweite Vorgabe die sachliche und zeitliche Gliederung der betrieblichen Ausbildung?
Richtige Antwort: B
Der Ausbildungsrahmenplan ist Anlage der Ausbildungsordnung und gliedert die Inhalte sachlich und zeitlich. Daraus erstellt der Betrieb seinen eigenen betrieblichen Ausbildungsplan. Der Rahmenlehrplan gilt nur für die Berufsschule.
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Frage 9
Welche Ausbildungsdauer soll eine Ausbildungsordnung nach dem Berufsbildungsgesetz festlegen?
Richtige Antwort: C
Nach § 5 BBiG soll die Ausbildungsdauer zwischen zwei und drei Jahren liegen. Einige Berufe dauern dreieinhalb Jahre; das ist eine Ausnahme von dieser Soll-Vorschrift, keine feste Vier-Jahres-Regel.
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Frage 10
Ein Betrieb möchte eine 16-Jährige in einem selbst entworfenen „Hausberuf“ ausbilden, für den es keine Ausbildungsordnung gibt. Was gilt?
Richtige Antwort: A
Nach § 4 Abs. 3 BBiG dürfen Jugendliche unter 18 Jahren nur in anerkannten Ausbildungsberufen ausgebildet werden, außer bei Vorbereitung auf weiterführende Bildungsgänge. Die Zustimmung der Eltern ändert daran nichts.
Leer gelassene Fragen zählen nicht als falsch.