AEVO-Prüfung üben: Berufsbildungsgesetz (BBiG) Grundlagen
- Berufsbildungsgesetz: Pflichten, Vergütung, Ausbildungsnachweis
- 10 Fragen
- 12 Minuten
Zehn Fragen zu den wichtigsten Regeln des Berufsbildungsgesetzes im Ausbildungsalltag. Tipp: Viele Antworten ergeben sich aus dem Grundsatz, dass alles im Betrieb dem Ausbildungszweck dienen muss.
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Frage 1
Welche Pflicht hat ein Auszubildender nach dem BBiG?
Richtige Antwort: B
Zu den Pflichten aus § 13 BBiG gehören unter anderem Lernpflicht, das Befolgen von Weisungen, Sorgfalt mit Arbeitsmitteln und Verschwiegenheit über Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse. Eintragung und Ausbildungsplan sind Aufgaben des Ausbildenden.
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Frage 2
Ein Kfz-Betrieb verlangt, dass seine neue Auszubildende sich einen Werkzeugkoffer für 300 € selbst kauft. Ist das zulässig?
Richtige Antwort: A
Nach § 14 Abs. 1 BBiG müssen Ausbildende die Ausbildungsmittel, insbesondere Werkzeuge und Werkstoffe, kostenlos zur Verfügung stellen, auch für die Abschlussprüfung. Eine abweichende Vereinbarung wäre unwirksam.
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Frage 3
Ein Auszubildender zum Industriekaufmann soll jede Woche den Privatwagen des Chefs waschen. Wie ist das zu bewerten?
Richtige Antwort: C
§ 14 Abs. 3 BBiG erlaubt nur Aufgaben, die dem Ausbildungszweck dienen und den körperlichen Kräften angemessen sind. Die Weisungspflicht des Auszubildenden gilt nur im Rahmen der Ausbildung.
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Frage 4
Ein Auszubildender ist unverschuldet krank und kann nicht in den Betrieb kommen. Wie lange wird die Ausbildungsvergütung weitergezahlt?
Richtige Antwort: D
Nach § 19 BBiG wird die Vergütung bei unverschuldeter Krankheit bis zu sechs Wochen fortgezahlt. Danach zahlt in der Regel die Krankenkasse Krankengeld.
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Frage 5
Eine Auszubildende muss in der Inventurwoche länger arbeiten als vereinbart. Was gilt für diese zusätzliche Zeit?
Richtige Antwort: C
Nach § 17 Abs. 7 BBiG ist eine Beschäftigung über die vereinbarte regelmäßige tägliche Ausbildungszeit hinaus besonders zu vergüten oder durch entsprechende Freizeit auszugleichen.
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Frage 6
Darf ein Auszubildender seinen Ausbildungsnachweis während der Ausbildungszeit im Betrieb führen?
Richtige Antwort: A
§ 14 Abs. 2 BBiG verpflichtet den Ausbildenden, das Führen des Ausbildungsnachweises während der Ausbildungszeit zu ermöglichen und ihn regelmäßig durchzusehen.
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Frage 7
Eine Bewerberin mit Abitur möchte ihre dreijährige Ausbildung verkürzen. Wie geht das?
Richtige Antwort: B
Nach § 8 Abs. 1 BBiG kürzt die zuständige Stelle auf gemeinsamen Antrag die Ausbildungszeit, wenn das Ziel in der kürzeren Zeit zu erwarten ist; ein Abitur ist dafür ein häufiger Grund.
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Frage 8
Was schreibt das BBiG zur Entwicklung der Ausbildungsvergütung während der Ausbildung vor?
Richtige Antwort: D
§ 17 Abs. 1 BBiG verlangt, dass die Vergütung mit fortschreitender Berufsausbildung, mindestens jährlich, ansteigt. Die Zwischenprüfung spielt dafür keine Rolle.
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Frage 9
Wann muss die Ausbildungsvergütung für den laufenden Monat spätestens gezahlt werden?
Richtige Antwort: A
§ 18 Abs. 2 BBiG legt fest, dass die Vergütung für den laufenden Kalendermonat spätestens am letzten Arbeitstag des Monats zu zahlen ist.
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Frage 10
Was gilt nach dem BBiG für den Berufsschulunterricht der Auszubildenden?
Richtige Antwort: C
Ausbildende müssen Auszubildende nach § 15 BBiG für die Berufsschule freistellen und sie nach § 14 zum Schulbesuch anhalten. Die Vergütung wird für diese Zeit fortgezahlt.
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