Sachkundeprüfung § 34a üben: Datenschutzrecht
- DSGVO, BDSG, Videoüberwachung und Verschwiegenheit
- 10 Fragen
- 13 Minuten
Zehn Fragen zur DSGVO und zum Umgang mit Daten im Wachdienst. Tipp: Frage dich bei jeder Datenerhebung, wofür genau du die Daten brauchst.
Tippe auf eine Antwort, um sie zu markieren. Du kannst sie ändern oder dieselbe Antwort noch einmal antippen, um die Frage leer zu lassen. Wenn du den Test beendest, siehst du die richtigen Antworten und Erklärungen.Tippe auf eine Antwort; tippst du sie noch einmal an, bleibt die Frage leer.
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Frage 1
Welche der folgenden Angaben ist ein personenbezogenes Datum im Sinne der DSGVO?
Richtige Antwort: D
Personenbezogen sind alle Angaben, über die eine Person identifiziert werden kann. Über das Kennzeichen lässt sich der Halter ermitteln. Temperatur, Parkplätze und Öffnungszeiten beziehen sich auf keine Person.
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Frage 2
Welche Daten gehören zu den besonders geschützten Kategorien nach Art. 9 DSGVO?
Richtige Antwort: B
Art. 9 DSGVO schützt besonders sensible Daten, etwa Gesundheit, Religion, ethnische Herkunft oder biometrische Daten zur Identifizierung. Name, Anschrift und Telefonnummer sind personenbezogen, aber nicht besonders geschützt.
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Frage 3
Ein Pförtner soll Besucher in eine Liste eintragen. Er notiert nur Name, Firma und Uhrzeit, aber nicht Geburtsdatum und Wohnort. Welchen Grundsatz der DSGVO beachtet er damit?
Richtige Antwort: A
Datenminimierung bedeutet, nur die Daten zu erheben, die für den Zweck nötig sind. Speicherbegrenzung betrifft die Dauer der Aufbewahrung, nicht den Umfang der Erhebung.
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Frage 4
Aufnahmen einer Videoanlage, die zur Aufklärung von Diebstählen dient, sollen nun genutzt werden, um die Pausenzeiten der Beschäftigten zu kontrollieren. Gegen welchen Grundsatz verstößt das?
Richtige Antwort: C
Daten dürfen nur für den festgelegten Zweck verwendet werden. Wer Aufnahmen zur Diebstahlsaufklärung zur Leistungskontrolle nutzt, ändert den Zweck. Datenübertragbarkeit ist ein Recht der Betroffenen, kein Verarbeitungsgrundsatz.
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Frage 5
Was muss bei einer offenen Videoüberwachung eines öffentlich zugänglichen Eingangsbereichs schon vor dem Betreten erkennbar sein?
Richtige Antwort: C
Betroffene müssen den Umstand der Beobachtung und den Verantwortlichen rechtzeitig erkennen können, meist durch ein Hinweisschild. Die genaue Kamerazahl oder die Namen des Personals müssen nicht angegeben werden.
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Frage 6
Wann müssen Videoaufnahmen gelöscht werden?
Richtige Antwort: A
Nach dem Grundsatz der Speicherbegrenzung dürfen Aufnahmen nur so lange gespeichert werden, wie es der Zweck erfordert. Danach sind sie ohne Antrag zu löschen.
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Frage 7
Ein Besucher möchte wissen, welche Daten der Wachdienst über ihn gespeichert hat. Welches Recht nach der DSGVO macht er geltend?
Richtige Antwort: D
Nach Art. 15 DSGVO kann jede Person erfahren, ob und welche Daten über sie verarbeitet werden. Berichtigung setzt voraus, dass Daten falsch sind; das weiß der Besucher hier noch gar nicht.
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Frage 8
Ein Dienstlaptop mit unverschlüsselten Besucherdaten wird gestohlen. Innerhalb welcher Frist muss der Verantwortliche die Datenpanne in der Regel der Aufsichtsbehörde melden?
Richtige Antwort: B
Art. 33 DSGVO verlangt die Meldung möglichst binnen 72 Stunden, außer die Panne führt voraussichtlich zu keinem Risiko. Die Strafanzeige bei der Polizei ersetzt die Meldung an die Datenschutzbehörde nicht.
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Frage 9
Was gilt für die Pflicht eines Sicherheitsmitarbeiters, über Betriebsgeheimnisse des Auftraggebers und personenbezogene Daten zu schweigen?
Richtige Antwort: C
Die Verschwiegenheitspflicht bleibt bestehen, auch wenn du den Arbeitgeber wechselst. Sonst könnte jemand Wissen aus einem Objekt einfach beim nächsten Arbeitgeber weitergeben.
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Frage 10
Wer überwacht bei privaten Unternehmen die Einhaltung des Datenschutzrechts?
Richtige Antwort: B
Für nichtöffentliche Stellen sind die Datenschutzaufsichtsbehörden der Länder zuständig. Die IHK nimmt Prüfungen ab, die Berufsgenossenschaft kümmert sich um Arbeitsschutz und Unfallversicherung.
Leer gelassene Fragen zählen nicht als falsch.