Berufsorientierung

Berufstest

Bewerte kurze Tätigkeiten danach, wie gern du sie machen würdest, und erhalte deinen Holland-Code. Dein Ergebnis zeigt Berufe, die zu deinen stärksten Interessen passen.

  • 18 Fragen
  • 3 Minuten
  • Kostenlos, ohne Anmeldung
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Wie funktioniert der Berufstest?

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Aussagen beantworten

Beantworte 18 kurze Fragen aus dem Bauch heraus. Es gibt keine richtigen oder falschen Antworten.

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Deine Werte werden in deinem Browser berechnet, deine Antworten werden nirgendwohin gesendet.

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Welche sechs Interessentypen gibt es nach Holland?

Der dreistellige Code in deinem Ergebnis zeigt die drei stärksten dieser sechs Typen.

R

Praktisch

Packt gern mit an und will am Ende sehen, was entstanden ist.

Praktische Typen arbeiten gern direkt mit Werkzeugen, Maschinen und Material oder draußen in der Natur. Statt lange zu diskutieren, erledigen sie die Sache lieber und sehen das Ergebnis mit eigenen Augen. Oft haben sie die Teile schon in der Hand, bevor sie die Anleitung gelesen haben. Wenn am Ende etwas Greifbares dasteht, wächst auch ihre Motivation.

Beispielberufe

  • Maschinenbauingenieur
  • Bauingenieur
  • Elektroniker
  • Kfz-Mechatroniker
  • Tischler
I

Forschend

Will verstehen, warum etwas so ist, und gibt vorher keine Ruhe.

Wer hier hohe Werte hat, stellt gern Fragen, schaut sich Daten an und will herausfinden, welcher Mechanismus hinter einer Sache steckt. Eine fertige Antwort nehmen solche Menschen ungern einfach hin, sie prüfen lieber selbst nach. Rätsel, Experimente, Matheaufgaben oder das gründliche Einlesen in ein Thema geben ihnen Energie. Am produktivsten sind sie meist dann, wenn sie sich ganz in ein Problem vertiefen können.

Beispielberufe

  • Softwareentwickler
  • Arzt
  • Datenanalyst
  • Chemiker
  • Biologe
A

Kreativ

Will Dinge auf eigene Art neu erfinden.

Kreative Typen zieht es zu Aufgaben, bei denen sie sich ausdrücken und ihre Fantasie nutzen können. Malen, Musik, Schreiben, Design, Fotografie und die Bühne sind die naheliegenden Beispiele. Arbeit, bei der jeder Schritt vorgegeben ist, ermüdet sie schnell. Bevor sie etwas zum zweiten Mal genauso machen, probieren sie lieber einen neuen Weg aus.

Beispielberufe

  • Grafikdesigner
  • Architekt
  • Innenarchitekt
  • Produktdesigner
  • Musiker
S

Sozial

Hat am meisten Freude an der Arbeit, wenn sie jemandem hilft.

Sozial interessierte Menschen finden es sinnvoll, mit anderen zu tun zu haben, ihnen zuzuhören, etwas beizubringen und sie zu unterstützen. Den Wert einer Arbeit messen sie oft daran, wem sie nützt. In einer Gruppe sind sie häufig diejenigen, die vermitteln, erklären oder Mut machen. Ein Arbeitstag nur mit Maschinen oder Tabellen fühlt sich für sie nach einer Weile leer an.

Beispielberufe

  • Grundschullehrer
  • Pflegefachkraft
  • Erzieher
  • Psychologe
  • Physiotherapeut
E

Unternehmerisch

Nimmt eine Idee und begeistert andere dafür.

Unternehmerische Typen überzeugen gern andere, treffen Entscheidungen und bringen eine Sache voran. Wettbewerb schreckt sie nicht ab, oft spornt er sie sogar an. Ziele setzen, verhandeln und ein Team hinter einem Ziel versammeln liegt ihnen. Ein gewisses Risiko nehmen sie in Kauf, und für das Ergebnis stehen sie auch gerade.

Beispielberufe

  • Rechtsanwalt
  • Geschäftsführer
  • Vertriebsleiter
  • Marketingmanager
  • Projektmanager
C

Strukturiert

Mag klare Abläufe und Arbeit ohne Fehler.

Hohe Werte in diesem Bereich haben Menschen, die gern in einem festen System mit klaren Regeln arbeiten. Mit Zahlen, Listen und Dokumenten umzugehen und eine Aufgabe Schritt für Schritt zu planen und vollständig abzuschließen, gibt ihnen Ruhe. Unordnung fällt ihnen sofort auf, und sie räumen sie auch gleich auf. Im englischen Original heißt der Typ „Conventional“, also konventionell. Trotzdem beruhen viele moderne Jobs, von der Datenbank bis zum Finanzsystem, genau auf dieser Sorgfalt.

Beispielberufe

  • Steuerberater
  • Buchhalter
  • Bankkaufmann
  • Controller
  • Versicherungskaufmann

Was misst ein Berufstest nach Holland?

Ein Berufstest nach Holland misst, bei welchen Arten von Tätigkeiten du Freude hast. Man spricht von einem Interessentest: Es gibt keine richtigen oder falschen Antworten, der Test bringt nur deine Vorlieben in eine Reihenfolge. Deine Begabung bewertet er nicht, und er sagt auch nicht voraus, wie erfolgreich du in einem Beruf sein wirst.

Das Modell geht auf den amerikanischen Psychologen John Holland zurück. Er ordnete berufliche Interessen sechs breiten Typen zu und beschrieb Arbeitsumgebungen mit denselben sechs Typen. Seine Grundidee: Wenn das, was dich interessiert, zu dem passt, was eine Arbeit verlangt, bist du dort eher zufrieden und bleibst länger dabei. Vermutlich ist das Modell gerade deshalb in der Berufsberatung so verbreitet.

Die sechs Typen heißen hier praktisch, forschend, kreativ, sozial, unternehmerisch und strukturiert. Die Kürzel stammen aus den englischen Namen Realistic, Investigative, Artistic, Social, Enterprising und Conventional, deshalb ist das Modell auch als RIASEC bekannt. In deutschsprachigen Unterlagen zur Berufsorientierung tauchen die Typen oft mit Doppelnamen auf, etwa handwerklich-technisch oder ordnend-verwaltend. Die 18 Aussagen in diesem Test beschreiben jeweils eine Tätigkeit. Berufsbezeichnungen kommen absichtlich nicht vor. Bei Wörtern wie „Anwältin“ oder „Ingenieur“ denkt man schnell an Ansehen und Gehalt und erst danach an die eigentliche Arbeit. „Ein kaputtes Gerät auseinandernehmen“ fragt dagegen direkt, was du gern tust.

Was bedeutet mein Holland-Code?

Dein Holland-Code besteht aus den Anfangsbuchstaben der drei Typen mit den höchsten Werten, von links nach rechts nach Stärke geordnet. Lautet dein Code SAE, ist dein soziales Interesse am stärksten, danach folgen das kreative und das unternehmerische.

Der erste Buchstabe fällt am meisten auf, verrät allein aber wenig. Nimm zwei Codes, die beide mit S beginnen. Wer SAE hat, arbeitet gern kreativ mit Menschen und könnte zum Beispiel Theaterkurse für Kinder leiten. Wer SCR hat, fühlt sich eher bei Pflege- und Unterstützungsaufgaben mit klaren Abläufen wohl. Erst die Kombination ergibt ein Bild.

Holland ordnete die sechs Typen an den Ecken eines Sechsecks an, in der Reihenfolge R, I, A, S, E, C. Benachbarte Typen ähneln sich. Forschende und praktische Interessen treten oft gemeinsam auf, beide mögen greifbare Probleme. Gegenüberliegende Ecken haben am wenigsten gemeinsam: praktisch und sozial, forschend und unternehmerisch, kreativ und strukturiert. Stehen zwei gegenüberliegende Buchstaben in deinem Code, sind deine Interessen breit gestreut. Solche Profile passen oft zu Berufen, die beide Seiten verbinden, bei hohen sozialen und praktischen Werten etwa zur Physiotherapie.

Schau dir auch die Punktzahlen an. Liegen der zweite und dritte Typ fast gleichauf, können sie bei einem zweiten Durchgang die Plätze tauschen. Dann betrachtest du besser die ersten vier Typen zusammen.

Welcher Beruf passt zu mir?

Die Berufe in deinem Ergebnis zeigen Bereiche, die zu dir passen könnten. Ob einer wirklich passt, merkst du erst, wenn du weißt, wie ein ganz normaler Arbeitstag darin aussieht.

In der Praxis hilft folgender Weg. Such dir drei oder vier Berufe aus, die dich neugierig machen, und finde heraus, wie der Alltag dort abläuft. Sitzt man den Großteil des Tages am Schreibtisch oder ist man auf den Beinen? Arbeitet man mit Menschen oder meist allein? Gibt es Schichtdienst oder viele Reisen? Wenn es geht, sprich zehn Minuten mit jemandem aus dem Beruf. Auf die Frage „Was magst du am meisten, und was strengt dich am meisten an?“ bekommst du Antworten, die in keiner Broschüre stehen. Noch mehr zeigt dir ein Praktikum, in der Schweiz und in Österreich oft Schnupperlehre genannt.

Interesse ist außerdem nur ein Maßstab. Wenn dir etwas Spaß macht, heißt das noch nicht, dass du darin gut bist, und nicht alles, was dir leichtfällt, macht dir auch Freude. Die Fächer, in denen du gut vorankommst, und das, was du vom Arbeitsleben erwartest (Einkommen, Wohnort, Arbeitszeiten, Sicherheit), vervollständigen das Bild. Wenn du das Testergebnis danebenlegst, beruht deine Entscheidung auf weniger Vermutungen. Möchtest du auch deine allgemeinen Persönlichkeitszüge kennen, öffnet der Persönlichkeitstest ein anderes Fenster.

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Ausbildung oder Studium: Was sagt der Test dazu?

Der Test zeigt dir eine Richtung. Welchen Bildungsweg du einschlägst, lässt er offen, denn die meisten Interessen lassen sich über eine Ausbildung genauso verfolgen wie über ein Studium.

Ein Beispiel: Wer hohe praktische und forschende Werte hat, kann eine Ausbildung zum Elektroniker machen, Elektrotechnik studieren oder beides in einem dualen Studium verbinden, das es in Deutschland in vielen Fächern gibt. Bei sozialen Interessen reicht die Spanne von einer Ausbildung in der Pflege oder zum Erzieher bis zu einem Studium der Psychologie oder der Sozialen Arbeit. Der Code hilft dir dabei, die Auswahl zu verkleinern, bevor du dich mit Zugangsvoraussetzungen, Dauer und Verdienst beschäftigst.

Lohnend ist ein genauer Blick auf die Inhalte. Zwei Studiengänge mit gleichem Namen können sich an verschiedenen Hochschulen deutlich unterscheiden, der eine eher theoretisch, der andere mit vielen Praxisphasen. Wenn du beim Lesen der Modul- oder Ausbildungsinhalte denkst „Damit würde ich mich gern ein paar Jahre beschäftigen“, ist das ein gutes Zeichen. Kostenlose Unterstützung bekommst du bei der Berufsberatung der Agentur für Arbeit, in Österreich beim AMS und in der Schweiz bei der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung deines Kantons.

Hilft ein Berufstest auch beim Berufswechsel?

Ja, die Logik bleibt dieselbe. Schreib Tätigkeiten auf, die zu den ersten beiden Buchstaben deines Codes passen, und prüf dann, über welche Weiterbildung oder Umschulung du dorthin kommst. Ein kompletter Neuanfang ist nicht immer nötig. Manchmal reicht es schon, im jetzigen Job mehr Aufgaben zu übernehmen, die zu deinen Interessen passen. Wer gern erklärt, kann sich zum Beispiel um die Einarbeitung neuer Kolleginnen und Kollegen kümmern.

Wie zuverlässig ist ein Berufstest?

Als Startpunkt ist er zuverlässig, für eine Entscheidung allein reicht er nicht. Das Ergebnis ist eine Momentaufnahme deiner Interessen, so wie du sie an diesem Tag beschrieben hast. Der Test beruht ganz auf Selbstauskunft und ist kein Diagnoseinstrument. Wenn du müde bist oder beim Antworten überlegst, wie du wirken solltest, verschiebt sich das Bild. Am klarsten wird es, wenn du zügig und aus dem Bauch heraus antwortest.

Manches berücksichtigt er gar nicht. Er zeigt weder deine Begabungen noch deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Auch deine Lebensumstände fließen nicht ein, etwa was deine Familie finanziell stemmen kann oder in welcher Region du wohnst. Wenn du etwas über deine Denkfähigkeiten erfahren willst, sucht der IQ-Test eine Antwort auf eine ganz andere Frage.

In der Schulzeit verändern sich Interessen noch. Machst du den Test ein Jahr später erneut, kann sich sogar der erste Buchstabe ändern. Meist heißt das nur, dass du Neues ausprobiert hast und dich besser kennst. Am meisten holst du aus dem Ergebnis heraus, wenn du mit jemandem darüber sprichst, zum Beispiel mit einer Lehrkraft oder in der Berufsberatung, wo man deinen Code mit deinen Noten und Zielen zusammen betrachten kann. Weitere Tests findest du unter Persönlichkeitstests.

Häufige Fragen zum Berufstest

Welcher Beruf passt zu mir, wie finde ich das heraus?

Das findest du heraus, indem du deine Interessen, deine Stärken und deine Erwartungen an das Arbeitsleben zusammen betrachtest. Dieser Test liefert das erste Stück davon: welche Art von Tätigkeiten dir Freude macht. Such dir aus der Ergebnisliste einige Berufe heraus, informier dich über einen typischen Arbeitstag und sprich, wenn möglich, mit jemandem, der den Beruf ausübt. Ein Praktikum macht die Entscheidung noch klarer.

Wie zuverlässig ist ein Berufstest?

Als Orientierung ist er zuverlässig, für eine Entscheidung allein reicht er nicht. Wenn du ehrlich und zügig antwortest, bildet er deine Interessen ziemlich gut ab. Deine Begabungen, deine Schulnoten oder deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt misst er nicht.

Was ist der Holland-Code?

Der Holland-Code besteht aus den Anfangsbuchstaben der drei Interessenbereiche, in denen du am höchsten abschneidest. Die Buchstaben stammen aus den englischen Namen: R praktisch (Realistic), I forschend (Investigative), A kreativ (Artistic), S sozial (Social), E unternehmerisch (Enterprising), C strukturiert (Conventional). Beim Code IRC ist dein forschendes Interesse am stärksten, danach folgen das praktische und das strukturierte.

Ausbildung oder Studium: Hilft mir der Test bei der Entscheidung?

Er hilft dir, die Richtung einzugrenzen. Die Wahl des Bildungswegs nimmt er dir nicht ab, denn viele Interessen lassen sich über eine Ausbildung genauso verfolgen wie über ein Studium. Wer gern mit Technik arbeitet, kann zum Beispiel Elektroniker werden oder Elektrotechnik studieren. Beim Abwägen hilft die Berufsberatung der Agentur für Arbeit, in Österreich das AMS und in der Schweiz die Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung.

Wie viele Fragen hat der Berufstest und wie lange dauert er?

Der Test hat 18 Aussagen und dauert zwei bis drei Minuten. Jede Aussage beschreibt eine Tätigkeit, und du gibst auf einer Skala mit fünf Stufen an, wie gern du sie machen würdest. Antworte möglichst spontan, dann wird das Ergebnis genauer.

Ab welchem Alter ist ein Berufstest sinnvoll?

Eine feste Altersgrenze gibt es nicht. Die Aussagen passen für Jugendliche in den oberen Klassen genauso wie für Erwachsene. Weil sich Interessen in der Schulzeit noch entwickeln, lohnt es sich, den Test nach einem Jahr zu wiederholen. Erwachsene, die über einen Berufswechsel nachdenken, können das Ergebnis bei der Suche nach einem neuen Feld nutzen.

Warum ist mein Ergebnis jedes Mal anders?

Wenn deine stärksten Bereiche fast gleich viele Punkte haben, können schon kleine Unterschiede in den Antworten die Reihenfolge ändern. Betrachte dann die drei oder vier stärksten Bereiche zusammen, statt dich an einem einzelnen Buchstaben festzuhalten. Gibt es deutliche Abstände zwischen den Werten, bleibt das Ergebnis meist ähnlich.

Ist ein Berufstest dasselbe wie ein Persönlichkeitstest?

Nein. Ein Berufstest zeigt, welche Art von Arbeit dir Freude macht, ein Persönlichkeitstest beschreibt deine allgemeinen Verhaltensneigungen. Die beiden ergänzen sich. Ein extrovertierter Mensch kann zum Beispiel soziale und unternehmerische Interessen haben, und welche davon überwiegen, zeigt der Berufstest.

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