Emotionale Intelligenz

EQ-Test

Miss, wie gut du deine Gefühle erkennst und steuerst und wie gut du andere verstehst. Dein Ergebnis zeigt deinen EQ-Wert und konkrete Tipps.

  • 15 Fragen
  • 3 Minuten
  • Kostenlos, ohne Anmeldung
Werbung

Wie funktioniert der EQ-Test?

1
Aussagen beantworten

Beantworte 15 kurze Fragen aus dem Bauch heraus. Es gibt keine richtigen oder falschen Antworten.

2
Ergebnis sofort sehen

Deine Werte werden in deinem Browser berechnet, deine Antworten werden nirgendwohin gesendet.

3
Teilen und vergleichen

Lade deine Ergebniskarte herunter oder schick den Link, damit deine Freunde den Test auch machen.

Welche fünf Bereiche hat emotionale Intelligenz?

Der Test bewertet jeden Bereich einzeln; dein EQ-Wert ist ihr Durchschnitt.

Selbstwahrnehmung

Wissen, was du fühlst und warum

Selbstwahrnehmung heißt, im Moment zu erkennen, welches Gefühl gerade da ist und woher es kommt. Wer die eigenen Reaktionen kennt, merkt zum Beispiel, dass hinter der Gereiztheit eigentlich Müdigkeit oder Sorge steckt. Auch ein realistischer Blick auf die eigenen Stärken und Schwächen gehört dazu. Weil sich ein Gefühl kaum steuern lässt, das man gar nicht bemerkt, bauen die anderen Bereiche auf dieser Fähigkeit auf.

Besondere Stärken

  • Gefühle treffend benennen
  • Gründe für eigene Reaktionen erkennen
  • Sich realistisch einschätzen

Selbstregulierung

Gefühle zulassen, ohne ihnen das Steuer zu überlassen

Selbstregulierung bedeutet, bei starken Gefühlen wie Wut, Angst oder Enttäuschung nicht sofort loszureagieren, sondern die eigene Reaktion zu wählen. Dabei geht es nicht darum, das Gefühl wegzudrücken oder in dich hineinzufressen. Du nimmst es wahr und entscheidest dann, wann und wie du es zeigst. Wie schnell du dich nach einem schlechten Erlebnis wieder fängst, gehört ebenfalls zu diesem Bereich.

Besondere Stärken

  • Sich im Ärger bremsen können
  • Unter Stress klar denken
  • Sich nach einem schlechten Tag schnell fangen

Motivation

Dranbleiben, auch wenn niemand zuschaut

Motivation meint hier die Fähigkeit, an einer Sache dranzubleiben, weil sie dir selbst etwas bedeutet, unabhängig von Noten oder Lob. Wer in diesem Bereich stark ist, hält die Anstrengung auch dann aufrecht, wenn es nicht rundläuft, und sieht einen Misserfolg als etwas, das sich beim nächsten Versuch besser machen lässt. Dazu gehört auch, sich an einem lustlosen Tag trotzdem an die Arbeit zu setzen.

Besondere Stärken

  • Bei Hindernissen nicht aufgeben
  • Sich langfristige Ziele setzen
  • Aus Misserfolgen lernen

Empathie

Auch hören, was nicht gesagt wird

Empathie ist die Fähigkeit, aus der Sicht eines anderen Menschen zu verstehen, was er fühlt. Im Alltag zeigt sie sich darin, dass du einen veränderten Tonfall, eine knappe Antwort oder Anspannung im Gesicht bemerkst. Dafür musst du nicht derselben Meinung sein wie dein Gegenüber. Es reicht, wenn du zeigen kannst, dass du sein Gefühl ernst nimmst.

Besondere Stärken

  • Körpersprache und Tonfall lesen
  • Zuhören, ohne zu urteilen
  • Andere Sichtweisen verstehen

Soziale Kompetenz

Gut mit Menschen auskommen, auch wenn es mal knirscht

Soziale Kompetenz heißt, das, was du über Gefühle weißt, im Umgang mit anderen auch anzuwenden. Ein Gespräch anfangen, Kritik üben, ohne zu verletzen, bei Bedarf Nein sagen und Konflikte lösen gehören dazu. Wenn Empathie bedeutet, dein Gegenüber zu verstehen, dann bedeutet soziale Kompetenz, dieses Verständnis in Verhalten umzusetzen. Ob es bei der Gruppenarbeit, im Meeting oder am Familientisch ohne dicke Luft läuft, hängt oft von dieser Fähigkeit ab.

Besondere Stärken

  • Locker ins Gespräch kommen
  • Konflikte lösen
  • Konstruktiv Kritik üben

Was ist emotionale Intelligenz?

Emotionale Intelligenz ist die Fähigkeit, eigene Gefühle und die Gefühle anderer zu erkennen, sie auseinanderzuhalten und dieses Wissen für dein Denken und Handeln zu nutzen. Oft wird sie kurz EQ genannt. Ein alltägliches Beispiel: Vor einer Prüfung hast du ein flaues Gefühl im Magen, merkst, dass das Nervosität ist, und entscheidest dann, wie du damit umgehst.

Seine heutige Bedeutung bekam der Begriff 1990. Damals beschrieben Peter Salovey und John Mayer in einem Fachartikel emotionale Intelligenz als die Fähigkeit, Gefühle wahrzunehmen, zu unterscheiden und diese Informationen als Richtschnur für das eigene Denken zu nutzen. Breit bekannt wurde das Thema aber erst durch Daniel Golemans Buch Emotional Intelligence von 1995, auf Deutsch unter dem Titel Emotionale Intelligenz erschienen.

Am bekanntesten ist das Modell mit fünf Bereichen, das sich über Golemans Bücher verbreitet hat: Selbstwahrnehmung, Selbstregulierung, Motivation, Empathie und soziale Kompetenz. Die ersten drei betreffen den Umgang mit dir selbst, die letzten beiden den Umgang mit anderen. Zwei Menschen mit genau umgekehrten Stärken können deshalb dieselbe Gesamtpunktzahl erreichen.

Was misst der EQ-Test und wie viele Fragen hat er?

Dieser EQ-Test misst, wie du dich in jedem der fünf Bereiche selbst einschätzt, und besteht aus 15 Fragen. Zehn davon sind kurze Aussagen, bei denen du auf einer fünfstufigen Skala angibst, wie sehr sie auf dich zutreffen. Die übrigen fünf sind Alltagssituationen, etwa eine Hausarbeit, die kurz vor der Abgabe verloren geht. Dort wählst du, was du tun würdest.

Einige Aussagen sind bewusst umgekehrt formuliert. Wählst du bei „Es fällt mir schwer, in Worte zu fassen, was ich fühle“ die Antwort „Trifft voll zu“, sinkt dein Wert für Selbstwahrnehmung. So sammelt niemand mit einer immer gleichen Antwort viele Punkte. Bei den Situationen gibt es keine einzig richtige Lösung, jede Antwort bringt im jeweiligen Bereich eine andere Punktzahl.

Ein Diagnose- oder klinisches Instrument ist dieser Test nicht. Weil das Ergebnis ganz auf deinen Antworten beruht, misst er dein eigenes Bild von deinen emotionalen Fähigkeiten, und dass man sich etwas ruhiger oder verständnisvoller sieht, als man ist, kommt häufig vor. Je mehr du daran denkst, wie du dich in den letzten Wochen tatsächlich verhalten hast, desto mehr sagt dir das Ergebnis. Wie die anderen Persönlichkeitstests auf dieser Seite ist er ein Ausgangspunkt, um dich besser kennenzulernen.

Was ist der Unterschied zwischen IQ und EQ?

Der IQ beschreibt geistige Fähigkeiten wie logisches Denken und Problemlösen, der EQ die Fähigkeit, Gefühle zu erkennen und mit ihnen umzugehen. Auch gemessen werden sie unterschiedlich. In einem IQ-Test hat jede Aufgabe eine richtige Lösung. Die meisten EQ-Tests im Internet, dieser eingeschlossen, sind dagegen Selbsteinschätzungen, bei denen es kein Richtig oder Falsch gibt. Daneben existieren Leistungstests mit lösbaren Aufgaben; ein bekanntes Beispiel ist der MSCEIT, den Mayer und Salovey zusammen mit David Caruso entwickelt haben.

Oft werden die beiden gegeneinander ausgespielt, dabei beantworten sie verschiedene Fragen. Wer eine knifflige Matheaufgabe im Nu löst, übersieht am selben Tag vielleicht völlig, dass ein guter Freund gekränkt ist. Der englische Untertitel von Golemans Buch behauptet, emotionale Intelligenz könne wichtiger sein als der IQ, und darüber wird seit dem Erscheinen gestritten. Wer bei Logikrätseln schnell ist, aber nach einem Ärger lange braucht, um sich zu fangen, hat mehr davon, beide Bereiche getrennt anzuschauen.

Werbung

Wie deutest du dein Ergebnis im EQ-Test?

Am meisten erfährst du, wenn du dir zuerst die Unterschiede zwischen den Bereichen ansiehst und erst danach die Gesamtpunktzahl. Diese ist der Durchschnitt der fünf Bereiche, liegt zwischen 0 und 100 und fällt in eine von vier Stufen: unter 40 ausbaufähig, 40 bis 59 mittel, 60 bis 79 hoch, ab 80 sehr hoch. Die Grenzen wurden nicht aus einem Bevölkerungsdurchschnitt abgeleitet, einen „normalen EQ“ kann dieser Test also nicht nennen.

Die Form deines Profils verrät meist mehr als die Summe. Wer viel Empathie, aber wenig Selbstregulierung mitbringt, spürt die Traurigkeit anderer sehr genau und reibt sich beim Mittragen schnell auf. Leg deinen höchsten und deinen niedrigsten Bereich nebeneinander und überleg, wo die beiden in deinem Alltag aufeinandertreffen.

Selbsteinschätzungen überschneiden sich teilweise mit Persönlichkeitsmerkmalen. Eine introvertierte Person gibt sich bei Aussagen über das Anknüpfen von Gesprächen womöglich weniger Punkte, obwohl sie gut kommunizieren kann. Wenn du das auseinanderhalten willst, lies dieses Ergebnis zusammen mit dem aus dem Persönlichkeitstest. Bei einem sehr hohen Wert lohnt sich eine kleine Probe: Frag jemanden, der dich gut kennt, wie du bist, wenn du wütend wirst.

Woran erkennt man Menschen mit hoher emotionaler Intelligenz?

Menschen mit hoher emotionaler Intelligenz bemerken ihre Gefühle früh und lassen sich von ihnen nicht die Reaktion diktieren. Das heißt nicht, dass sie nie wütend oder gekränkt sind. Wer im Meeting kritisiert wird und ruhig sagt „Lass mich kurz darüber nachdenken, ich melde mich“, lässt den Ärger zu und rettet trotzdem das Gespräch.

Im Alltag fallen sie durch Kleinigkeiten auf. Fehler geben sie ohne lange Rechtfertigung zu, und beim Zuhören lenken sie das Gespräch nicht auf sich. Wird ein Freund ungewohnt still, fragen sie notfalls direkt nach. Ist ein Nein fällig, sprechen sie es aus, klar und ohne den anderen zu verletzen.

Kann man emotionale Intelligenz trainieren?

Ja, emotionale Fähigkeiten lassen sich mit kleinen, regelmäßig wiederholten Gewohnheiten stärken. Ein sinnvoller Anfang ist, Gefühlen einen Namen zu geben. „Mir geht es schlecht“ ist etwas anderes als „Ich bin gekränkt“ oder „Ich bin müde“, denn bei den letzten beiden ist klarer, was du tun kannst. Kränkung verlangt nach einem Gespräch, Müdigkeit nach Schlaf.

Das einfachste Werkzeug der Selbstregulierung ist eine kurze Pause. Vor der Antwort ein paarmal durchatmen oder die wütende Nachricht von nachts bis zum Morgen im Entwurf lassen: Die erste Welle des Gefühls darf vorbeiziehen, die Entscheidung kommt danach. Unterdrücken solltest du das Gefühl dabei nicht. Hinuntergeschluckter Ärger verschwindet oft nicht, er bricht an einem anderen Tag bei jemandem heraus, der mit der Sache gar nichts zu tun hat.

Für Empathie und soziale Kompetenz sind gewöhnliche Gespräche das beste Übungsfeld. Das Handy wegzulegen und jemandem bis zum Ende zuzuhören, verändert die Stimmung oft schon für sich allein. Erzählt dir jemand von einem Problem, liegt der Impuls nahe, sofort eine Lösung anzubieten, obwohl dein Gegenüber meist zuerst verstanden werden möchte.

Bei der Motivation kommt es vor allem auf die Größe des Ziels an. Ein Vorsatz wie „Dieses Semester lerne ich richtig viel“ zerfällt beim ersten Rückschlag, „jeden Abend zwanzig Minuten“ klappt auch an einem schlechten Tag. Such dir auf der Ergebnisseite eine Übung für deinen schwächsten Bereich aus und probier sie zwei, drei Wochen lang. Dann mach den Test noch einmal und schau, in welchem Bereich sich deine Antworten verändert haben.

Häufige Fragen zum EQ-Test

Wie zuverlässig ist ein EQ-Test?

Ein EQ-Test wie dieser ist so zuverlässig, wie ehrlich du antwortest, denn er ist eine Selbsteinschätzung und zeigt, wie du dich selbst siehst. Eine Diagnose oder eine genaue Messung ersetzt er nicht. Wenn du das Ergebnis mit der Einschätzung von jemandem vergleichst, der dich gut kennt, bekommst du ein ausgewogeneres Bild.

Was ist ein guter EQ-Wert?

Einen Wert, den du erreichen solltest, gibt es in diesem Test nicht. Die Punktzahl von 0 bis 100 ist das Ergebnis einer Selbsteinschätzung und wird nicht mit einem Bevölkerungsdurchschnitt verglichen; einen „Normalwert“ wie beim IQ anzugeben, wäre deshalb irreführend. Aufschlussreicher als die Gesamtpunktzahl ist, wie die fünf Bereiche im Verhältnis zueinander stehen.

Kann man emotionale Intelligenz lernen?

Ja, Fähigkeiten wie das Benennen von Gefühlen oder das Innehalten im Ärger lassen sich durch Übung stärken. Das geht nicht über Nacht; kleine Gewohnheiten musst du über Wochen wiederholen. Die Tipps auf der Ergebnisseite sind dafür gedacht, dass du mit dem Bereich mit dem niedrigsten Wert anfängst.

Was ist der Unterschied zwischen IQ und EQ?

Der IQ betrifft geistige Fähigkeiten wie logisches Denken und Problemlösen, der EQ die Fähigkeit, Gefühle zu erkennen und mit ihnen umzugehen. In IQ-Tests hat jede Aufgabe eine richtige Lösung, in diesem Test beschreibst du dich selbst. Das eine ersetzt das andere nicht, und bei ein und derselben Person können beide unterschiedlich ausgeprägt sein.

Wie viele Fragen hat der EQ-Test?

Der Test besteht aus 15 Fragen. Bei 10 Fragen gibst du an, wie sehr eine Aussage auf dich zutrifft, bei 5 Fragen wählst du, was du in einer Alltagssituation tun würdest. Ohne Eile bist du in etwa drei Minuten fertig.

Kann sich das Ergebnis im EQ-Test ändern?

Ja, das kann es. Deine Tagesform und die Gewohnheiten, an denen du in letzter Zeit gearbeitet hast, beeinflussen deine Antworten. Wenn du den Test nach ein paar Wochen wiederholst und die Bereichswerte vergleichst, siehst du auf einfache Weise, wo du Fortschritte gemacht hast.

Wer hat das Konzept der emotionalen Intelligenz entwickelt?

Die erste Arbeit, die emotionale Intelligenz im heutigen Sinn beschrieben hat, ist ein Artikel von Peter Salovey und John Mayer aus dem Jahr 1990. Der Begriff tauchte schon vorher vereinzelt auf, als Bündel von Fähigkeiten gefasst wurde er aber erst in diesem Artikel. Einem breiten Publikum bekannt gemacht hat ihn Daniel Goleman mit seinem Buch „Emotional Intelligence“ von 1995.

Werbung

Weitere Persönlichkeitstests

Alle Persönlichkeitstests