Einbürgerungstest Probetest 6 (33 Fragen)
- Probetest 6: alle Themenbereiche
- 33 Fragen
- 60 Minuten
Auch Probetest 6 folgt dem Aufbau der echten Prüfung: 33 Fragen, 60 Minuten, bestanden ab 17 richtigen Antworten. Tipp: Lies bei Fallbeispielen genau, wer was tun will, und frag dich, welches Grundrecht dahintersteht.
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Frage 1
Ein Polizist schlägt einen Mann, der schon festgenommen ist und sich nicht wehrt. Welches Grundrecht verletzt er damit?
Richtige Antwort: B
Artikel 2 des Grundgesetzes schützt das Leben und die körperliche Unversehrtheit. Auch die Polizei darf Gewalt nur einsetzen, wenn sie wirklich nötig ist, und niemals zur Bestrafung.
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Frage 2
Mehrere Nachbarn wollen einen Gartenverein gründen. Brauchen sie dafür eine Erlaubnis vom Staat?
Richtige Antwort: B
Die Vereinigungsfreiheit schützt das Recht, Vereine zu bilden. Eine Genehmigung ist nicht nötig. Wer will, kann den Verein ins Vereinsregister eintragen lassen; verboten werden können nur Vereine, die gegen Strafgesetze oder die Verfassung handeln.
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Frage 3
Eine Partei bekommt in einem Jahr sehr hohe Spenden. Was verlangt das Grundgesetz von den Parteien?
Richtige Antwort: A
Nach Artikel 21 müssen Parteien über die Herkunft und Verwendung ihrer Mittel und über ihr Vermögen öffentlich Rechenschaft geben. So soll erkennbar sein, wer Parteien finanziert.
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Frage 4
Wer wird Präsidentin oder Präsident des Bundesrates?
Richtige Antwort: D
Der Bundesrat wählt seine Präsidentin oder seinen Präsidenten für ein Jahr. Nach einer festen Reihenfolge kommen nacheinander die Regierungschefs aller Länder an die Reihe.
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Frage 5
Wer leitet in einer Stadt oder Gemeinde die Verwaltung?
Richtige Antwort: C
An der Spitze der Gemeindeverwaltung steht der Bürgermeister oder die Bürgermeisterin, in größeren Städten oft Oberbürgermeister genannt. In fast allen Ländern wird dieses Amt direkt von den Bürgern gewählt.
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Frage 6
In einer Stadt soll entschieden werden, ob ein neues Hallenbad gebaut wird und wie viel Geld die Stadt dafür ausgibt. Welches gewählte Gremium berät und beschließt darüber?
Richtige Antwort: C
Die Bürgerinnen und Bürger wählen bei der Kommunalwahl den Stadt- oder Gemeinderat. Er entscheidet über wichtige Angelegenheiten vor Ort, etwa über den Haushalt der Stadt.
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Frage 7
In einem Bundesland sammeln Bürgerinnen und Bürger Unterschriften, damit über ein Landesgesetz zur Schulpolitik eine Volksabstimmung stattfindet. Wie heißt dieser Schritt?
Richtige Antwort: B
Mit einem Volksbegehren können die Bürger erreichen, dass sich der Landtag mit einem Gesetzentwurf befasst oder dass es zu einem Volksentscheid kommt. Alle Bundesländer kennen diese Form der direkten Demokratie.
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Frage 8
Können die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland auf Bundesebene in einer Volksabstimmung über jedes beliebige Gesetz entscheiden?
Richtige Antwort: A
Auf Bundesebene entscheiden die gewählten Abgeordneten, Deutschland ist eine repräsentative Demokratie. Volksabstimmungen sieht das Grundgesetz nur für wenige Fälle vor, etwa wenn Ländergrenzen neu gezogen werden. In den Ländern und Gemeinden gibt es dagegen Volks- und Bürgerentscheide.
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Frage 9
Herr Braun ist wegen einer schweren Straftat angeklagt. Er hat kein Geld für einen Anwalt. Was gilt?
Richtige Antwort: A
In schweren Fällen muss ein Angeklagter einen Verteidiger haben. Kann er selbst keinen beauftragen, bestellt das Gericht einen Pflichtverteidiger. Die Staatsanwaltschaft klagt an und kann ihn daher nicht verteidigen.
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Frage 10
Wie werden die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten wie ARD und ZDF hauptsächlich finanziert?
Richtige Antwort: B
Fast jeder Haushalt zahlt den Rundfunkbeitrag. So sollen ARD, ZDF und Deutschlandradio unabhängig vom Staat und von Werbekunden berichten können.
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Frage 11
Familie Lehmann hat ein geringes Einkommen und kann die Miete kaum noch bezahlen. Welche Leistung kann sie beantragen?
Richtige Antwort: C
Wohngeld ist ein Zuschuss zur Miete für Haushalte mit niedrigem Einkommen. Es wird bei der Wohngeldstelle der Stadt oder des Kreises beantragt.
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Frage 12
Wer trifft sich im Europäischen Rat, um die allgemeinen politischen Ziele der EU festzulegen?
Richtige Antwort: D
Im Europäischen Rat kommen die Staats- und Regierungschefs der EU-Länder zusammen, dazu sein Präsident und die Präsidentin oder der Präsident der Kommission. Er legt die großen Linien der EU-Politik fest, beschließt aber keine Gesetze.
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Frage 13
Frau Rossi ist Italienerin und wohnt seit einigen Jahren in Hamburg. Darf sie bei der Europawahl in Deutschland wählen?
Richtige Antwort: B
Bürgerinnen und Bürger der EU können in dem Mitgliedstaat an der Europawahl teilnehmen, in dem sie wohnen. Dafür muss sie sich in Deutschland ins Wählerverzeichnis eintragen lassen. Doppelt wählen darf sie aber nicht.
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Frage 14
Wo wird im Bundestag ein großer Teil der genauen Arbeit an Gesetzentwürfen erledigt, bevor das Plenum abstimmt?
Richtige Antwort: A
In den Fachausschüssen beraten Abgeordnete aller Fraktionen Gesetzentwürfe ausführlich, hören Fachleute an und schlagen Änderungen vor. Danach stimmt das Plenum, also der gesamte Bundestag, ab.
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Frage 15
Gegen eine Bundestagsabgeordnete soll ein Strafverfahren eröffnet werden. Was muss in der Regel vorher geschehen?
Richtige Antwort: B
Abgeordnete genießen Immunität: Sie dürfen nur mit Genehmigung des Bundestages strafrechtlich verfolgt werden. Das schützt die Arbeit des Parlaments, bedeutet aber nicht, dass Abgeordnete straffrei bleiben.
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Frage 16
Wer wählt die Richterinnen und Richter des Bundesverfassungsgerichts?
Richtige Antwort: C
Nach Artikel 94 wird die Hälfte der Verfassungsrichter vom Bundestag, die andere Hälfte vom Bundesrat gewählt. Dafür ist jeweils eine Zweidrittelmehrheit nötig, damit keine Seite allein bestimmt.
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Frage 17
Wer wurde 1919 erster Reichspräsident der Weimarer Republik?
Richtige Antwort: D
Friedrich Ebert (SPD) war von 1919 bis zu seinem Tod 1925 Reichspräsident. Bismarck war Reichskanzler im Kaiserreich, Hindenburg wurde 1925 Eberts Nachfolger.
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Frage 18
In welchem Jahr endete der Erste Weltkrieg?
Richtige Antwort: D
Der Erste Weltkrieg dauerte von 1914 bis 1918 und endete im November 1918 mit einem Waffenstillstand. Kurz zuvor war in Deutschland die Republik ausgerufen worden.
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Frage 19
Welche Entwicklung half den Nationalsozialisten Anfang der 1930er-Jahre, viele Wählerinnen und Wähler zu gewinnen?
Richtige Antwort: C
Nach dem Börsenkrach von 1929 verloren in Deutschland Millionen Menschen ihre Arbeit. Viele verloren das Vertrauen in die Demokratie, und radikale Parteien wie die NSDAP gewannen stark an Zustimmung.
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Frage 20
1933 begannen die Nationalsozialisten mit der sogenannten „Gleichschaltung“. Was war damit gemeint?
Richtige Antwort: C
Bei der Gleichschaltung wurden Länder, Verbände, Presse und Vereine unter nationalsozialistische Kontrolle gebracht. Im Mai 1933 wurden die Gewerkschaften zerschlagen, bald darauf alle anderen Parteien verboten oder aufgelöst.
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Frage 21
Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs und danach mussten Millionen Deutsche ihre Heimat in Gebieten östlich von Oder und Neiße verlassen. Wie nennt man diese Ereignisse?
Richtige Antwort: A
Viele Deutsche flohen vor der vorrückenden Front, andere wurden nach Kriegsende aus Gebieten wie Schlesien, Ostpreußen oder dem Sudetenland ausgewiesen. Die Vertriebenen mussten in beiden deutschen Staaten neu anfangen.
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Frage 22
In den 1950er-Jahren wuchs die Wirtschaft der Bundesrepublik sehr schnell, Arbeitslosigkeit ging stark zurück und der Wohlstand stieg. Wie wird diese Zeit oft genannt?
Richtige Antwort: D
Mit „Wirtschaftswunder“ ist der schnelle Aufschwung der Bundesrepublik nach der Währungsreform von 1948 gemeint. Die „Wende“ bezeichnet dagegen den Umbruch in der DDR 1989/90.
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Frage 23
Am 1. Juli 1990, noch vor der Wiedervereinigung, bekamen die Menschen in der DDR eine neue Währung. Welche?
Richtige Antwort: D
Mit der Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion wurde die D-Mark am 1. Juli 1990 auch in der DDR eingeführt. Den Euro als Bargeld gibt es erst seit 2002.
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Frage 24
Welche Stadt war die Hauptstadt der DDR?
Richtige Antwort: C
Die DDR erklärte den Ostteil Berlins zu ihrer Hauptstadt. Bonn war Hauptstadt der Bundesrepublik; Leipzig wurde 1989 durch die Montagsdemonstrationen bekannt.
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Frage 25
Wie viele Länder traten bei der Wiedervereinigung 1990 der Bundesrepublik Deutschland bei, Berlin nicht mitgezählt?
Richtige Antwort: A
Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wurden 1990 Länder der Bundesrepublik. Ost- und West-Berlin wurden zum Land Berlin vereinigt. Seitdem gibt es 16 Bundesländer.
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Frage 26
Frau Akın möchte ein eigenes Bankkonto eröffnen. Ihr Mann sagt, dafür brauche sie seine Zustimmung. Was gilt?
Richtige Antwort: B
Frauen und Männer sind gleichberechtigt. Jede volljährige Person darf selbst über ihr Geld entscheiden und ein eigenes Konto eröffnen, egal ob sie verheiratet ist.
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Frage 27
Ein elfjähriges Mädchen soll nach der Schule jeden Tag mehrere Stunden im Restaurant ihrer Eltern bedienen. Was gilt?
Richtige Antwort: D
Das Jugendarbeitsschutzgesetz verbietet grundsätzlich die Beschäftigung von Kindern. Das gilt auch im Betrieb der eigenen Eltern. Kinder sollen lernen, spielen und sich erholen können.
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Frage 28
Familie Ivanov fragt sich, ob ihr vierjähriger Sohn in den Kindergarten gehen muss. Ist der Kindergarten in Deutschland Pflicht?
Richtige Antwort: A
In Deutschland gibt es Schulpflicht, aber keine Kindergartenpflicht. Kinder haben jedoch ab dem ersten Geburtstag einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz, und viele Familien nutzen ihn.
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Frage 29
Die Eltern von Lukas melden ihn vom Religionsunterricht ab. Was besucht er in vielen Bundesländern stattdessen?
Richtige Antwort: D
Wer nicht am Religionsunterricht teilnimmt, besucht in den meisten Ländern ein Ersatzfach wie Ethik, Werte und Normen oder Philosophie. Dort geht es um Fragen von Moral und Zusammenleben ohne Bindung an eine Religion.
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Frage 30
Welche Organisation vertritt die jüdischen Gemeinden in Deutschland gegenüber Politik und Öffentlichkeit?
Richtige Antwort: A
Der Zentralrat der Juden wurde 1950 gegründet und ist der Dachverband der jüdischen Gemeinden. Bischofskonferenz und EKD vertreten die katholische und die evangelische Kirche.
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Frage 31
Herr Levi trägt auf der Straße eine Kippa, die jüdische Kopfbedeckung. Ein Passant sagt, er solle sie abnehmen. Was gilt?
Richtige Antwort: C
Die Religionsfreiheit erlaubt es, seinen Glauben auch öffentlich zu zeigen. Wer Jüdinnen und Juden wegen ihrer Kippa anfeindet, handelt antisemitisch und kann sich strafbar machen.
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Frage 32
Die Lohnverhandlungen sind gescheitert. Die Beschäftigten eines Unternehmens legen auf Aufruf ihrer Gewerkschaft die Arbeit nieder. Ist das erlaubt?
Richtige Antwort: A
Das Streikrecht folgt aus der Koalitionsfreiheit im Grundgesetz. Gewerkschaften dürfen zum Streik aufrufen, um in Tarifverhandlungen bessere Löhne oder Arbeitsbedingungen durchzusetzen.
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Frage 33
Frau Wagner hat am Telefon einen Handyvertrag abgeschlossen und versteht die Rechnung nicht. Wo bekommt sie unabhängige Beratung?
Richtige Antwort: B
Verbraucherzentralen beraten unabhängig bei Problemen mit Verträgen, Rechnungen oder Werbung. Es gibt sie in allen Bundesländern.
Leer gelassene Fragen zählen nicht als falsch.