Abitur Biologie üben: Neurobiologie, Stoffwechsel und Genetik (Übungstest)
- Neurobiologie, Stoffwechsel und Genetik
- 15 Fragen
- 18 Minuten
15 Fragen zu drei Kernthemen der Oberstufenbiologie: Nervenzelle und Synapse, Fotosynthese und Zellatmung sowie Molekulargenetik und Vererbung. Achte bei Abläufen genau darauf, wo in der Zelle ein Schritt stattfindet.
Tippe auf eine Antwort, um sie zu markieren. Du kannst sie ändern oder dieselbe Antwort noch einmal antippen, um die Frage leer zu lassen. Wenn du den Test beendest, siehst du die richtigen Antworten und Erklärungen.Tippe auf eine Antwort; tippst du sie noch einmal an, bleibt die Frage leer.
Dein Ergebnis
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Frage 1
Welchen Wert hat das Ruhepotential einer typischen Nervenzelle ungefähr?
Richtige Antwort: B
Im Ruhezustand ist das Zellinnere gegenüber außen negativ geladen, etwa −70 mV. Werte um +30 mV erreicht die Membran erst auf dem Höhepunkt eines Aktionspotentials.
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Frage 2
Was löst die Depolarisation während eines Aktionspotentials aus?
Richtige Antwort: D
Wird der Schwellenwert erreicht, öffnen sich spannungsgesteuerte Na⁺-Kanäle, Na⁺ strömt ein und das Membranpotential wird positiv. Der K⁺-Ausstrom bewirkt erst danach die Repolarisation.
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Frage 3
Warum leiten myelinisierte Axone Erregungen schneller als nicht myelinisierte Axone gleichen Durchmessers?
Richtige Antwort: A
Die Myelinscheide isoliert das Axon, Aktionspotentiale bilden sich nur an den freien Schnürringen; diese saltatorische Erregungsleitung ist viel schneller. Unter der Myelinscheide gibt es kaum Natriumkanäle.
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Frage 4
Ein Aktionspotential erreicht das Endknöpfchen einer chemischen Synapse.
Welcher Schritt führt direkt zur Ausschüttung des Neurotransmitters?
Richtige Antwort: C
Spannungsgesteuerte Ca²⁺-Kanäle öffnen sich, Ca²⁺ strömt ein, und die Vesikel geben ihren Transmitter per Exocytose frei. Der Na⁺-Einstrom in die postsynaptische Zelle ist erst eine Folge der Transmitterbindung.
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Frage 5
Ein Insektizid hemmt das Enzym Acetylcholinesterase an den Synapsen.
Welche Folge hat das?
Richtige Antwort: B
Die Acetylcholinesterase spaltet normalerweise den Transmitter im synaptischen Spalt. Ist sie gehemmt, bleibt Acetylcholin an den Rezeptoren, was zu Dauererregung und Krämpfen führt. Eine ausbleibende Ausschüttung wäre eine Wirkung an der Präsynapse, nicht am Enzym.
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Frage 6
Aus welchem Stoff stammt der Sauerstoff, den Pflanzen bei der Fotosynthese freisetzen?
Richtige Antwort: D
In der lichtabhängigen Reaktion wird Wasser gespalten (Fotolyse), dabei entsteht O₂. Der Sauerstoff aus dem CO₂ wird dagegen in die Glucose und in neu gebildetes Wasser eingebaut; das zeigten Versuche mit markiertem Sauerstoff.
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Frage 7
Wo im Chloroplasten läuft der Calvin-Zyklus ab?
Richtige Antwort: A
Die Fixierung von CO₂ im Calvin-Zyklus findet im Stroma statt und nutzt ATP und NADPH aus der Lichtreaktion. Die Lichtreaktion selbst läuft an der Thylakoidmembran ab.
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Frage 8
In welchem Teil der Zelle findet die Glykolyse statt?
Richtige Antwort: C
Die Glykolyse, der Abbau von Glucose zu Pyruvat, läuft im Cytoplasma ab. Citratzyklus (Matrix) und Atmungskette (innere Membran) finden erst danach im Mitochondrium statt.
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Frage 9
In welchem Abschnitt der Zellatmung wird der größte Teil des ATP gebildet?
Richtige Antwort: B
In der Atmungskette entsteht ein Protonengradient an der inneren Mitochondrienmembran, den die ATP-Synthase zur Bildung des meisten ATP nutzt. Glykolyse und Citratzyklus liefern direkt nur wenige ATP-Moleküle.
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Frage 10
Ein Hemmstoff ähnelt dem Substrat eines Enzyms und bindet am aktiven Zentrum.
Wie kann man diese Hemmung verringern?
Richtige Antwort: A
Bei der kompetitiven Hemmung konkurrieren Hemmstoff und Substrat um das aktive Zentrum. Mehr Substrat verdrängt den Hemmstoff zunehmend. Starkes Erhitzen würde das Enzym denaturieren und es ganz unwirksam machen.
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Frage 11
Was bedeutet „semikonservative Replikation“ der DNA?
Richtige Antwort: D
Die Doppelhelix wird geöffnet, und an jedem alten Strang wird ein neuer komplementärer Strang gebildet. Meselson und Stahl bestätigten das mit schwerem Stickstoff. Ein komplett erhaltenes Elternmolekül wäre die konservative Replikation.
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Frage 12
Der codogene DNA-Strang hat den Abschnitt 3'-TACGGA-5'.
Welche mRNA entsteht bei der Transkription?
Richtige Antwort: C
Die mRNA ist komplementär und antiparallel zum codogenen Strang, und statt Thymin wird Uracil eingebaut: 5'-AUGCCU-3'. 5'-ATGCCT-3' enthält noch Thymin, ist also DNA und keine RNA.
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Frage 13
Was ist mit der Aussage „Der genetische Code ist degeneriert (redundant)“ gemeint?
Richtige Antwort: B
Es gibt 64 Codons, aber nur 20 Aminosäuren, daher stehen für viele Aminosäuren mehrere Codons. Umgekehrt ist der Code eindeutig: Ein Codon steht immer für genau eine Aminosäure oder ein Stoppsignal.
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Frage 14
In einem Gen wird kurz nach dem Startcodon ein einzelnes Basenpaar entfernt.
Welche Folge ist am wahrscheinlichsten?
Richtige Antwort: A
Eine Deletion von einer Base verschiebt das Dreierraster (Rastermutation), sodass alle folgenden Codons anders gelesen werden; oft entsteht auch früh ein Stoppcodon. Der Austausch nur einer Aminosäure ist typisch für eine Punktmutation durch Basenaustausch.
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Frage 15
In einer Familie haben zwei gesunde Eltern eine Tochter, die an einer Erbkrankheit leidet.
Welcher Erbgang liegt vor?
Richtige Antwort: C
Gesunde Eltern mit krankem Kind bedeutet einen rezessiven Erbgang, beide Eltern sind heterozygote Überträger. X-chromosomal-rezessiv scheidet aus, weil die Tochter dann ein krankes X vom Vater hätte und der Vater selbst krank sein müsste.
Leer gelassene Fragen zählen nicht als falsch.