Abitur Biologie üben: Evolution (Übungstest)
- Evolution: Belege, Mechanismen und Artbildung
- 10 Fragen
- 14 Minuten
10 Fragen zu Evolutionsbelegen, Evolutionsfaktoren und der Entstehung neuer Arten. Formuliere Erklärungen immer auf der Ebene der Population: Nicht das einzelne Tier passt sich an, sondern die Allelfrequenzen ändern sich.
Tippe auf eine Antwort, um sie zu markieren. Du kannst sie ändern oder dieselbe Antwort noch einmal antippen, um die Frage leer zu lassen. Wenn du den Test beendest, siehst du die richtigen Antworten und Erklärungen.Tippe auf eine Antwort; tippst du sie noch einmal an, bleibt die Frage leer.
Dein Ergebnis
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Frage 1
Welches Paar von Organen ist homolog?
Richtige Antwort: D
Walflosse und Menschenarm haben denselben Knochen-Grundbauplan (Oberarm, Elle, Speiche, Handknochen), weil sie auf einen gemeinsamen Vorfahren zurückgehen. Die übrigen Paare sind analog: gleiche Funktion, verschiedener Bauplan.
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Frage 2
Wodurch entstehen analoge Organe?
Richtige Antwort: D
Ähnlicher Selektionsdruck führt bei nicht näher verwandten Arten zu ähnlichen Lösungen, zum Beispiel stromlinienförmiger Körper bei Hai und Delfin. Gemeinsame Abstammung erklärt dagegen Homologien.
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Frage 3
Welche Erklärung für den langen Hals der Giraffe entspricht der Theorie von Darwin?
Richtige Antwort: B
Darwin erklärt Evolution durch Variation, Überproduktion und natürliche Selektion. Die Vererbung von im Leben erworbenen Eigenschaften durch Gebrauch ist die Vorstellung Lamarcks.
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Frage 4
Auf eine abgelegene Insel gelangen durch einen Sturm nur fünf Vögel einer Art. Ihre Nachkommen unterscheiden sich in der Häufigkeit mancher Allele deutlich von der Festlandpopulation.
Welcher Evolutionsfaktor erklärt das am besten?
Richtige Antwort: D
Die wenigen Gründer tragen zufällig nur einen Ausschnitt des Genpools. Diese zufällige Veränderung der Allelfrequenzen ist Gendrift. Genfluss würde die Populationen dagegen angleichen.
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Frage 5
Eine Population wird durch ein neu entstandenes Gebirge in zwei Teile getrennt. Nach langer Zeit können sich Tiere beider Gruppen nicht mehr miteinander fortpflanzen.
Wie nennt man diese Form der Artbildung?
Richtige Antwort: A
Allopatrisch heißt „an anderem Ort“: Die geografische Trennung unterbricht den Genfluss, die Teilpopulationen entwickeln sich getrennt. Sympatrische Artbildung findet im selben Gebiet statt.
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Frage 6
Pferd und Esel können gemeinsam Nachkommen zeugen, die Maultiere sind aber fast immer unfruchtbar.
Was folgt daraus nach dem biologischen Artbegriff?
Richtige Antwort: B
Zur selben Art gehören nach dem biologischen Artbegriff nur Lebewesen, die gemeinsam fruchtbare Nachkommen haben. Unfruchtbare Mischlinge zeigen eine postzygotische Fortpflanzungsbarriere.
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Frage 7
In einer Population im Hardy-Weinberg-Gleichgewicht zeigen 16 % der Individuen ein rezessives Merkmal (Genotyp aa).
Wie hoch ist der Anteil der heterozygoten Individuen (Aa)?
Richtige Antwort: A
q² = 0,16, also q = 0,4 und p = 0,6. Der Anteil der Heterozygoten ist 2pq = 2 · 0,6 · 0,4 = 0,48. 36 % wäre p², der Anteil der homozygot Dominanten.
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Frage 8
In Industriegebieten Englands wurde im 19. Jahrhundert die dunkle Form des Birkenspanners häufiger, als die Baumstämme durch Ruß dunkel wurden.
Wie lässt sich das erklären?
Richtige Antwort: C
Fressfeinde wirkten als Selektionsfaktor: Gut getarnte dunkle Falter wurden seltener gefressen und gaben ihre Allele häufiger weiter. Eine Färbung durch Ruß wäre eine erworbene Eigenschaft und wird nicht vererbt.
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Frage 9
Wie erklärt man den auffälligen, beim Fliegen hinderlichen Schwanz des Pfauenmännchens evolutionsbiologisch?
Richtige Antwort: B
Der Fortpflanzungsvorteil durch Partnerwahl ist größer als der Überlebensnachteil, also sexuelle Selektion. Vor Fressfeinden schützt der Schwanz gerade nicht.
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Frage 10
Im Körper vieler Wale finden sich kleine Reste von Beckenknochen, die nicht mit der Wirbelsäule verbunden sind.
Was belegen diese rudimentären Knochen?
Richtige Antwort: C
Rudimente sind zurückgebildete Organe, die bei den Vorfahren voll ausgebildet waren; sie sind ein Beleg für die Abstammung. Evolution hat kein Ziel, eine Vorhersage künftiger Beine ist nicht möglich.
Leer gelassene Fragen zählen nicht als falsch.