Abitur Deutsch üben: Sachtextanalyse und Argumentation (Übungstest)
- Sachtextanalyse, Argumentation und Kommunikation
- 10 Fragen
- 12 Minuten
10 Aufgaben zu Werkzeugen, die du bei der Analyse pragmatischer Texte und in der Erörterung brauchst. Tipp: Trenne immer zwischen dem, was ein Autor behauptet, und dem, womit er es stützt.
Tippe auf eine Antwort, um sie zu markieren. Du kannst sie ändern oder dieselbe Antwort noch einmal antippen, um die Frage leer zu lassen. Wenn du den Test beendest, siehst du die richtigen Antworten und Erklärungen.Tippe auf eine Antwort; tippst du sie noch einmal an, bleibt die Frage leer.
Dein Ergebnis
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Frage 1
(1) Die Stadt sollte die Innenstadt für private Autos sperren. (2) Weniger Verkehr macht die Straßen sicherer und leiser. (3) In unserer Partnerstadt sind seit der Sperrung wieder mehr Familien zu Fuß unterwegs.
Welche Zuordnung der drei Sätze ist richtig?
Richtige Antwort: A
Satz 1 enthält die strittige Behauptung (These), Satz 2 begründet sie (Argument), Satz 3 veranschaulicht die Begründung an einem konkreten Fall (Beispiel bzw. Beleg). Ein Beispiel stützt das Argument, nicht umgekehrt.
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Frage 2
„Eine Verkehrszählung der Stadt hat ergeben, dass vier von zehn Autofahrten in der Innenstadt kürzer als drei Kilometer sind.“
Um welchen Argumenttyp handelt es sich?
Richtige Antwort: C
Das Argument stützt sich auf überprüfbare Zahlen aus einer Erhebung, also auf Fakten. Ein Autoritätsargument würde sich auf die Meinung einer anerkannten Person oder Institution berufen, nicht auf ein Messergebnis.
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Frage 3
„Schon Immanuel Kant forderte, der Mensch solle den Mut haben, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen. Deshalb gehört eigenständiges Denken ins Zentrum des Unterrichts.“
Um welchen Argumenttyp handelt es sich?
Richtige Antwort: D
Die Begründung beruft sich auf einen anerkannten Philosophen; ihr Gewicht stammt aus seinem Ansehen. Fakten im Sinne von Messdaten oder Statistiken werden nicht angeführt.
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Frage 4
„Jedes Kind hat ein Recht auf Bildung, unabhängig vom Geldbeutel seiner Eltern. Deshalb muss das Mittagessen an Schulen kostenlos sein.“
Um welchen Argumenttyp handelt es sich?
Richtige Antwort: B
Die Begründung beruft sich auf einen allgemein anerkannten Wert bzw. eine Norm (Recht auf Bildung, Chancengleichheit). Es werden weder Zahlen noch eine Person als Autorität genannt.
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Frage 5
Ein meinungsbetonter Zeitungstext bewertet ein aktuelles Ereignis, ist namentlich gekennzeichnet und begründet die Position des Verfassers sachlich. Welche Textsorte ist das?
Richtige Antwort: B
Der Kommentar ist die klassische meinungsbetonte Darstellungsform. Bericht und Nachricht sollen informieren, ohne zu werten; die Reportage schildert ein Geschehen anschaulich aus der Nähe.
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Frage 6
Welche Textsorte ist ein kurzer, meinungsbetonter Pressetext, der ein Thema mit Ironie und Zuspitzung behandelt und oft mit einer Pointe endet?
Richtige Antwort: D
Die Glosse kommentiert spöttisch-ironisch und pointiert. Der Leitartikel ist zwar auch meinungsbetont, argumentiert aber ausführlich und ernsthaft und gibt oft die Linie der Redaktion wieder.
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Frage 7
Wie heißt eine Erörterung, die Argumente für und gegen eine Streitfrage gegenüberstellt, abwägt und zu einem begründeten Urteil kommt?
Richtige Antwort: C
Die dialektische (kontroverse, Pro-und-Kontra-) Erörterung wägt beide Seiten ab. Die lineare Erörterung entfaltet dagegen nur eine Richtung, etwa Ursachen oder Folgen eines Problems.
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Frage 8
Beifahrerin zum Fahrer an der Ampel: „Du, da vorne ist grün.“
Welche Seite der Nachricht nach Schulz von Thun drückt die Botschaft „Fahr endlich los!“ aus?
Richtige Antwort: A
Die Appellseite enthält, wozu der Sender den Empfänger bringen will. Der Sachinhalt wäre nur die Information, dass die Ampel grün ist; die Beziehungsseite zeigt, wie die Sprecherin zum Fahrer steht.
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Frage 9
Von wem stammt der Grundsatz „Man kann nicht nicht kommunizieren“?
Richtige Antwort: D
Der Satz ist das erste der pragmatischen Axiome von Paul Watzlawick. Von Schulz von Thun stammt das Vier-Seiten-Modell, von Karl Bühler das Organonmodell der Sprache.
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Frage 10
Die Autorin schreibt: „Die Schule muss digitaler werden.“
Welche Wiedergabe steht korrekt in indirekter Rede mit Konjunktiv I?
Richtige Antwort: B
„müsse“ ist die Konjunktiv-I-Form von „müssen“ und unterscheidet sich vom Indikativ „muss“. „müsste“ ist Konjunktiv II und wird nur als Ersatz verwendet, wenn der Konjunktiv I mit dem Indikativ zusammenfällt; „musste“ ist Präteritum.
Leer gelassene Fragen zählen nicht als falsch.