Deutsch Klasse 8: Kurzgeschichte, Merkmale und Erzählperspektive (Übungstest)
- Kurzgeschichte und Erzählperspektive
- 10 Fragen
- 12 Minuten
10 Fragen zu typischen Merkmalen von Kurzgeschichten und zu Erzähltechniken. Tipp: Frag dich bei jedem Ausschnitt, wie viel der Erzähler weiß. Kennt er die Gedanken mehrerer Figuren und die Zukunft, ist er auktorial.
Tippe auf eine Antwort, um sie zu markieren. Du kannst sie ändern oder dieselbe Antwort noch einmal antippen, um die Frage leer zu lassen. Wenn du den Test beendest, siehst du die richtigen Antworten und Erklärungen.Tippe auf eine Antwort; tippst du sie noch einmal an, bleibt die Frage leer.
Dein Ergebnis
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Frage 1
Welches Merkmal ist typisch für eine Kurzgeschichte?
Richtige Antwort: B
Kurzgeschichten setzen mitten in der Handlung ein, Ort und Figuren werden kaum vorgestellt. Eine Lehre am Schluss und sprechende Tiere sind Merkmale der Fabel, eine Zauberwelt gehört zum Märchen.
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Frage 2
Wie endet eine Kurzgeschichte häufig?
Richtige Antwort: C
Typisch ist ein offenes Ende: Die Geschichte bricht ab, und wie es weitergeht, bleibt der Deutung überlassen. Glückliches Ende und Schlussformel kennst du aus dem Märchen, der Lehrsatz gehört zur Fabel.
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Frage 3
In welcher Zeit wurde die Kurzgeschichte in der deutschen Literatur besonders bedeutend?
Richtige Antwort: A
Nach 1945 schrieben viele junge Autoren knappe Geschichten über Krieg, Trümmer und Neuanfang, angeregt auch von der amerikanischen Short Story. Ein bekanntes Beispiel sind die Kurzgeschichten Wolfgang Borcherts.
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Frage 4
Ich stand an der Haltestelle und zählte die Minuten. Der Bus kam nicht, und mein Handy war leer.
Welche Erzählform liegt vor?
Richtige Antwort: D
Der Erzähler spricht von sich selbst in der ersten Person und ist Teil der Handlung. Das ist ein Ich-Erzähler. Er weiß nur, was er selbst erlebt und denkt.
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Frage 5
Lena ahnte nicht, dass ihr Bruder in diesem Moment schon im Zug saß. Auch Herr Wolf, der Nachbar, dachte an diesem Abend an die Kinder, doch davon sollte niemand je erfahren.
Welche Erzählform liegt vor?
Richtige Antwort: D
Der Erzähler weiß mehr als die Figuren: Er kennt Lenas Unwissen, Herrn Wolfs Gedanken und sogar die Zukunft („sollte niemand je erfahren“). Diese Allwissenheit kennzeichnet den auktorialen Erzähler.
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Frage 6
Tim starrte auf das Blatt. Warum hatte er nur nicht gelernt? Die Zahlen verschwammen vor seinen Augen.
Welche Erzählform liegt vor?
Richtige Antwort: B
Erzählt wird in der Er-Form, aber ganz aus Tims Sicht: Wir erfahren seine Gedanken und sehen, was er sieht, mehr nicht. Ein neutraler Erzähler würde keine Gedanken wiedergeben, ein auktorialer würde kommentieren.
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Frage 7
Anna lag wach. Morgen würde sie es ihm sagen. Ganz bestimmt.
Wie nennt man die Wiedergabe von Annas Gedanken in den letzten beiden Sätzen?
Richtige Antwort: C
Annas Gedanken stehen ohne Anführungszeichen und ohne „sie dachte“ in der Er-Form und im Präteritum (würde). Das nennt man erlebte Rede. Als direkte Rede hieße es: „Morgen sage ich es ihm.“
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Frage 8
Die nächsten drei Jahre vergingen ohne besondere Ereignisse.
Welches Mittel der Zeitgestaltung liegt vor?
Richtige Antwort: A
Drei Jahre werden in einem einzigen Satz zusammengefasst, die erzählte Zeit ist also viel länger als die Erzählzeit. Das nennt man Zeitraffung.
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Frage 9
Plötzlich musste Anna an jenen Sommer denken, als sie zum ersten Mal am Meer gewesen war.
Welches Mittel liegt vor?
Richtige Antwort: A
Die Handlung springt in Annas Erinnerung an ein früheres Ereignis zurück, erkennbar am Plusquamperfekt „gewesen war“. Eine Vorausdeutung würde dagegen auf Späteres hinweisen.
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Frage 10
Wie unterscheiden sich Autor und Erzähler einer Geschichte?
Richtige Antwort: C
Der Autor ist der wirkliche Mensch, der den Text geschrieben hat. Der Erzähler ist eine Stimme, die er dafür erfindet, auch ein Ich-Erzähler ist nicht automatisch der Autor selbst.
Leer gelassene Fragen zählen nicht als falsch.