Deutschtest B2: Leseverstehen (Übungstest)
- B2: Zeitungsartikel, Kommentare, Sachtexte
- 15 Fragen
- 25 Minuten
Du liest drei längere Texte: einen Zeitungsartikel, einen Kommentar und einen Sachtext. Die Fragen prüfen die Hauptaussage, Einzelheiten, die Meinung des Autors und Wörter im Zusammenhang. Tipp: Lies zuerst die Frage und such dann im genannten Absatz nach der Stelle.
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Frage 1
Text 1: Zeitungsartikel
Bohrmaschine statt Bestseller
(1) Seit April kann man in der Stadtbibliothek von Hellberg nicht nur Bücher ausleihen, sondern auch eine Bohrmaschine, eine Nähmaschine oder ein Zelt. Rund 120 Gegenstände umfasst die sogenannte „Bibliothek der Dinge“ inzwischen. Wer einen Bibliotheksausweis besitzt, darf bis zu drei Gegenstände gleichzeitig für jeweils zwei Wochen mitnehmen; eine zusätzliche Gebühr fällt nicht an.
(2) Die Idee stammt nicht von der Bibliotheksleitung, sondern von einer Gruppe Studierender, die im vergangenen Jahr eine Umfrage unter Hellberger Haushalten durchgeführt hatte. Das Ergebnis: Viele besitzen Geräte, die sie nur ein- oder zweimal im Jahr benutzen. „Die meisten Bohrmaschinen liegen fast das ganze Jahr im Keller“, sagt Projektleiterin Mira Albers.
(3) Die Nachfrage übertrifft die Erwartungen. Besonders gefragt sind Werkzeuge und Spiele für Kindergeburtstage; das Zelt ist bis in den Herbst ausgebucht. Weniger beliebt sind dagegen die Küchengeräte. Ein Problem gibt es allerdings: Manche Gegenstände kommen beschädigt oder unvollständig zurück. Die Bibliothek prüft deshalb jedes Gerät bei der Rückgabe, was die Mitarbeitenden zusätzliche Zeit kostet.
(4) Finanziert wird das Projekt bislang über Spenden: Fast alle Gegenstände wurden von Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung gestellt. Ob das Angebot dauerhaft bleibt, entscheidet der Stadtrat im Dezember. Albers ist zuversichtlich: „Wer einmal etwas ausgeliehen hat, kommt meistens wieder.“
Worum geht es in dem Artikel hauptsächlich?
Richtige Antwort: D
Der ganze Artikel beschreibt die „Bibliothek der Dinge“, in der man Geräte wie Bohrmaschine oder Zelt ausleihen kann. Die Umfrage drehte sich um selten genutzte Geräte, nicht ums Lesen, und von einem Streit ist keine Rede.
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Frage 2
Zu Text 1 (siehe oben):
Was gilt laut Absatz 1 für die Ausleihe?
Richtige Antwort: B
Mit Bibliotheksausweis darf man bis zu drei Gegenstände gleichzeitig ausleihen, und „eine zusätzliche Gebühr fällt nicht an“. Die Leihfrist beträgt zwei Wochen, nicht drei; die Zahl drei bezieht sich auf die Anzahl der Gegenstände.
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Frage 3
Zu Text 1 (siehe oben):
Von wem stammt die Idee zur „Bibliothek der Dinge“?
Richtige Antwort: A
In Absatz 2 heißt es ausdrücklich, die Idee stamme „nicht von der Bibliotheksleitung, sondern von einer Gruppe Studierender“. Der Stadtrat entscheidet erst im Dezember über die Zukunft und bezahlt das Projekt bisher nicht.
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Frage 4
Zu Text 1 (siehe oben):
Welches Problem nennt der Artikel in Absatz 3?
Richtige Antwort: C
Der Artikel nennt beschädigte oder unvollständige Rückgaben; deshalb muss jedes Gerät geprüft werden. Küchengeräte sind gerade weniger beliebt, Werkzeuge dagegen besonders gefragt.
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Frage 5
Zu Text 1 (siehe oben):
Was ist laut Absatz 4 richtig?
Richtige Antwort: B
Ob das Angebot bleibt, entscheidet der Stadtrat erst im Dezember. Die Gegenstände sind fast alle Spenden, und Albers ist „zuversichtlich“, rechnet also nicht mit einem Ende.
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Frage 6
Text 2: Kommentar
Handyverbot: zu einfach?
(1) Kaum ein schulpolitisches Thema wird derzeit so leidenschaftlich diskutiert wie die Frage, ob Smartphones in Schulen verboten werden sollen. Die Befürworter eines Verbots haben gute Gründe: Wer im Unterricht ständig auf neue Nachrichten wartet, kann sich schlechter konzentrieren, und in den Pausen schauen viele Kinder lieber auf den Bildschirm, als miteinander zu spielen. Diese Beobachtungen kann man nicht einfach vom Tisch wischen.
(2) Trotzdem greift ein pauschales Verbot zu kurz. Es erweckt den Eindruck, man könne ein gesellschaftliches Problem lösen, indem man es vor dem Schultor abstellt. Nach dem Unterricht sind die Geräte wieder da, und mit ihnen Cybermobbing, Falschmeldungen und endloses Scrollen. Gerade deshalb müsste die Schule der Ort sein, an dem Kinder lernen, mit diesen Gefahren umzugehen.
(3) Sinnvoller wären klare Regeln, die Schulen gemeinsam mit Eltern und Schülern festlegen: Im Unterricht bleibt das Handy in der Tasche, es sei denn, die Lehrkraft setzt es bewusst ein, etwa für eine Recherche. Für jüngere Kinder kann ein Verzicht während des gesamten Schultags durchaus sinnvoll sein. Entscheidend ist, dass solche Regeln begründet und konsequent durchgesetzt werden.
(4) Vor allem aber braucht es feste Zeit im Stundenplan für Medienbildung. Solange diese fehlt, bleibt jedes Verbot ein Symbol, das Handlungsfähigkeit vorspielt, aber wenig verändert.
Welche Haltung vertritt der Autor?
Richtige Antwort: A
Der Autor hält ein pauschales Verbot für zu kurz gedacht (Absatz 2) und fordert gemeinsame Regeln (Absatz 3) und Medienbildung (Absatz 4). Er will also nicht alles erlauben, aber auch kein bloßes Verbot.
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Frage 7
Zu Text 2 (siehe oben):
Was gesteht der Autor den Befürwortern eines Verbots in Absatz 1 zu?
Richtige Antwort: D
Der Autor räumt ein, dass die Befürworter „gute Gründe“ haben, und nennt die schlechtere Konzentration im Unterricht. Von Noten oder einer Elternmehrheit spricht er nicht.
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Frage 8
Zu Text 2 (siehe oben):
Was bedeutet „etwas vom Tisch wischen“ in Absatz 1?
Richtige Antwort: C
Wer etwas vom Tisch wischt, behandelt es als unwichtig und beachtet es nicht weiter. Der Autor sagt also: Die Beobachtungen der Verbotsbefürworter muss man ernst nehmen.
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Frage 9
Zu Text 2 (siehe oben):
Warum greift ein Verbot nach Meinung des Autors zu kurz (Absatz 2)?
Richtige Antwort: B
Nach dem Unterricht sind die Geräte „wieder da“, mit allen Gefahren. Deshalb soll die Schule den Umgang damit lehren. Kontrolle, Erreichbarkeit oder Rechte erwähnt der Autor nicht.
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Frage 10
Zu Text 2 (siehe oben):
Welche Aussage passt zu Absatz 3?
Richtige Antwort: A
„Für jüngere Kinder kann ein Verzicht während des gesamten Schultags durchaus sinnvoll sein.“ Lehrkräfte dürfen das Handy dagegen bewusst einsetzen, und die Regeln sollen Schulen mit Eltern und Schülern gemeinsam festlegen.
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Frage 11
Text 3: Sachtext
Wie entsteht Nebel?
(1) Nebel ist im Grunde nichts anderes als eine Wolke, die den Boden berührt. Er besteht aus unzähligen winzigen Wassertröpfchen, die in der Luft schweben. Von Nebel sprechen Meteorologen, wenn man wegen dieser Tröpfchen weniger als einen Kilometer weit sehen kann; ist die Sicht besser, nennt man die Trübung Dunst.
(2) Damit sich Tröpfchen bilden, muss die Luft so weit abkühlen, dass sie den enthaltenen Wasserdampf nicht mehr vollständig aufnehmen kann. Die Temperatur, bei der das geschieht, heißt Taupunkt. Je feuchter die Luft ist, desto schneller wird er erreicht. Außerdem braucht der Wasserdampf winzige Teilchen wie Staub oder Salzkristalle, an denen er sich niederschlagen kann.
(3) Besonders häufig ist der sogenannte Strahlungsnebel. In klaren, windstillen Nächten gibt der Boden viel Wärme ab und kühlt dadurch stark aus; mit ihm kühlt die Luft direkt darüber ab. Wolken wirken dagegen wie eine Decke und bremsen die Abkühlung. Auch starker Wind verhindert Strahlungsnebel, weil er die kalte bodennahe Luft mit wärmerer Luft aus höheren Schichten vermischt. Im Herbst sind die Bedingungen oft ideal: Die Nächte sind lang, und die Luft ist noch feucht.
(4) Am Vormittag erwärmt die Sonne den Boden, und der Nebel löst sich meist von unten her auf. Ist die Sonne zu schwach, kann er sich aber auch zu einer grauen Schicht anheben, die den ganzen Tag über einer Region liegt: dem Hochnebel.
Wann spricht man laut Absatz 1 von Nebel und nicht von Dunst?
Richtige Antwort: C
Entscheidend ist die Sichtweite: unter einem Kilometer heißt es Nebel, bei besserer Sicht Dunst. Über die Größe der Tröpfchen sagt der Text nichts, und Nebel ist gerade eine Wolke, die den Boden berührt.
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Frage 12
Zu Text 3 (siehe oben):
Was ist der Taupunkt?
Richtige Antwort: D
Laut Absatz 2 ist der Taupunkt die Temperatur, bei der die Luft ihren Wasserdampf nicht mehr vollständig aufnehmen kann, sodass sich Tröpfchen bilden. Mit dem Gefrierpunkt hat er nichts zu tun.
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Frage 13
Zu Text 3 (siehe oben):
In welcher Nacht entsteht Strahlungsnebel nach dem Text am ehesten?
Richtige Antwort: A
Strahlungsnebel braucht starke Abkühlung (klarer Himmel), wenig Wind und feuchte Luft. Wolken bremsen die Abkühlung wie eine Decke, und Sturm mischt wärmere Luft von oben bei.
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Frage 14
Zu Text 3 (siehe oben):
Welche Rolle spielen Staub und Salzkristalle (Absatz 2)?
Richtige Antwort: B
Der Wasserdampf braucht winzige Teilchen, „an denen er sich niederschlagen kann“. Erst an ihnen entstehen die Tröpfchen. Die anderen Wirkungen nennt der Text nicht.
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Frage 15
Zu Text 3 (siehe oben):
Was erfährt man in Absatz 4 über Hochnebel?
Richtige Antwort: C
Ist die Sonne zu schwach, hebt sich der Nebel zu einer grauen Schicht an und bleibt den ganzen Tag liegen. Hochnebel liegt also gerade nicht am Boden, und von Bergen ist im Text keine Rede.
Leer gelassene Fragen zählen nicht als falsch.