Deutschtest B2: Leserbriefe und Stellungnahmen lesen (Übungstest)
- B2: Leserbriefe und Stellungnahmen
- 10 Fragen
- 20 Minuten
Du liest drei Leserbriefe und eine Stellungnahme und beantwortest je fünf Fragen. Tipp: Achte darauf, wer welche Meinung vertritt und unter welchen Bedingungen jemand zustimmt. Wörter wie „aber“, „allerdings“ oder „gleichwohl“ zeigen Einschränkungen.
Tippe auf eine Antwort, um sie zu markieren. Du kannst sie ändern oder dieselbe Antwort noch einmal antippen, um die Frage leer zu lassen. Wenn du den Test beendest, siehst du die richtigen Antworten und Erklärungen.Tippe auf eine Antwort; tippst du sie noch einmal an, bleibt die Frage leer.
Dein Ergebnis
- 0 richtig
- 0 falsch
- 0 leer
-
Frage 1
Text 1: Leserbriefe
Die Stadt Lindbrück will die Altstadt ab dem nächsten Jahr für den Autoverkehr sperren. Drei Leserinnen und Leser haben der Lokalzeitung dazu geschrieben.
Monika R., Inhaberin eines Schuhgeschäfts: Ein großer Teil meiner Kundschaft ist älter und kommt aus den Dörfern im Umland, meistens mit dem Auto. Wenn diese Menschen künftig mit schweren Taschen durch die halbe Stadt laufen müssen, kaufen sie eben im Einkaufszentrum an der Autobahn ein. Ich bin nicht grundsätzlich gegen den Plan. Ich stimme aber erst zu, wenn es am Rand der Altstadt ein Parkhaus mit einem kostenlosen Pendelbus gibt.
Jonas T., Student: Endlich! Weniger Lärm und bessere Luft würden der Altstadt guttun. Was mich allerdings ärgert: Wer abends aus den Außenbezirken in die Stadt will, wartet bis zu einer Stunde auf den Bus. Solange sich daran nichts ändert, bleibt die Sperrung eine halbherzige Sache. Die Stadt muss zuerst den Nahverkehr ausbauen.
Erika W., Rentnerin: Ich wohne seit vierzig Jahren in der Altstadt und habe längst kein Auto mehr. Die Sperrung finde ich richtig. Sorgen machen mir nur die Lieferwagen, die Handwerker und vor allem die Rettungswagen. In unserer Nachbarstadt Bergheim gibt es seit Jahren eine autofreie Innenstadt mit Ausnahmen für genau diese Fahrzeuge, und dort beschwert sich kaum noch jemand.
Unter welcher Bedingung würde Monika R. der Sperrung zustimmen?
Richtige Antwort: A
Sie schreibt, sie stimme „erst zu, wenn es am Rand der Altstadt ein Parkhaus mit einem kostenlosen Pendelbus gibt“. Lieferwagen erwähnt nur Erika W.
-
Frage 2
Zu Text 1 (siehe oben):
Was kritisiert Jonas T.?
Richtige Antwort: D
Ihn ärgert, dass man abends bis zu einer Stunde auf den Bus wartet. Lärm und schlechte Luft nennt er als Grund für die Sperrung, nicht als Kritik am Plan.
-
Frage 3
Zu Text 1 (siehe oben):
Warum erwähnt Erika W. die Stadt Bergheim?
Richtige Antwort: B
In Bergheim gelten Ausnahmen für Lieferwagen, Handwerker und Rettungswagen, und es beschwert sich „kaum noch jemand“. Das soll zeigen, dass ihre Sorgen lösbar sind.
-
Frage 4
Zu Text 1 (siehe oben):
Wer spricht über Menschen, die nicht in Lindbrück wohnen?
Richtige Antwort: C
Monika R. schreibt über ihre Kundschaft „aus den Dörfern im Umland“. Jonas T. spricht von den Außenbezirken, die zur Stadt gehören.
-
Frage 5
Zu Text 1 (siehe oben):
Was meint Jonas T. mit dem Wort „halbherzig“?
Richtige Antwort: D
„Halbherzig“ bedeutet „nur mit halbem Einsatz, nicht konsequent“. Ohne besseren Nahverkehr wäre die Sperrung für ihn nur eine halbe Lösung.
-
Frage 6
Text 2: Stellungnahme
Stellungnahme des Elternbeirats der Gesamtschule Nordheide zum geplanten Unterrichtsbeginn um 8:30 Uhr
(1) Die Schulleitung möchte den Unterrichtsbeginn ab dem kommenden Schuljahr von 7:45 Uhr auf 8:30 Uhr verlegen. Der Elternbeirat begrüßt diese Idee grundsätzlich. Viele Eltern berichten, dass ihre Kinder morgens kaum aufnahmefähig sind und in den ersten Stunden mehr mit der Müdigkeit kämpfen als mit dem Unterrichtsstoff.
(2) Gleichwohl sehen wir einige praktische Schwierigkeiten. Die Schulbusse fahren nach einem Plan, der mit den Grundschulen der Umgebung abgestimmt ist; eine Änderung ist nur möglich, wenn der Landkreis mitzieht. Außerdem würde der Nachmittagsunterricht später enden. Für Jugendliche, die in Sportvereinen trainieren oder einen Nebenjob haben, könnte das zum Problem werden.
(3) Berufstätige Eltern, die früh zur Arbeit müssen, brauchen eine verlässliche Lösung. Wir schlagen deshalb vor, ab 7:30 Uhr eine betreute Frühaufsicht in der Schulbibliothek anzubieten.
(4) Vor einer endgültigen Entscheidung sollte der neue Beginn ein Halbjahr lang erprobt und anschließend durch eine Befragung von Eltern, Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern ausgewertet werden. Nicht nachvollziehen können wir, dass die Schülervertretung bisher nicht in die Planung einbezogen wurde. Schließlich sind es vor allem die Jugendlichen, die von der Änderung betroffen sind.
Wie steht der Elternbeirat grundsätzlich zum späteren Unterrichtsbeginn?
Richtige Antwort: B
Er „begrüßt diese Idee grundsätzlich“ und nennt danach mit „gleichwohl“ einige Schwierigkeiten. Eine Ablehnung spricht er nicht aus.
-
Frage 7
Zu Text 2 (siehe oben):
Welches Problem nennt der Text beim Schulweg?
Richtige Antwort: C
Laut Absatz 2 fahren die Busse nach einem Plan, der mit den Grundschulen abgestimmt ist; ändern kann ihn nur der Landkreis. Dass er die Busse abschaffen will, steht nicht im Text.
-
Frage 8
Zu Text 2 (siehe oben):
Was schlägt der Elternbeirat für berufstätige Eltern vor?
Richtige Antwort: A
Absatz 3 nennt eine „betreute Frühaufsicht in der Schulbibliothek“ ab 7:30 Uhr. Von Busverbindungen oder Nachmittagsbetreuung ist dort keine Rede.
-
Frage 9
Zu Text 2 (siehe oben):
Was fordert der Elternbeirat vor einer endgültigen Entscheidung?
Richtige Antwort: D
Der neue Beginn soll „ein Halbjahr lang erprobt“ und danach durch eine Befragung aller Gruppen ausgewertet werden, nicht nur der Eltern.
-
Frage 10
Zu Text 2 (siehe oben):
Was kritisiert der Elternbeirat am bisherigen Vorgehen?
Richtige Antwort: C
Der Beirat kann „nicht nachvollziehen“, dass die Schülervertretung nicht einbezogen wurde. Über die Information der Eltern oder die Lehrkräfte sagt der Text nichts.
Leer gelassene Fragen zählen nicht als falsch.