FARBE • GEDÄCHTNIS • WAHRNEHMUNG

Farbe merken

Eine Farbe erscheint für wenige Sekunden und verschwindet. Jetzt bist du dran: Stell sie mit den Reglern für Farbton, Sättigung und Helligkeit nach. Fünf Runden, eine Frage — wie viel hat dein Auge wirklich behalten?

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Drei Regler, eine Farbe

Farbton, Sättigung und Helligkeit werden einzeln eingestellt; gemeinsam ergeben sie die Farbe.

Ein kurzer Blick

Die Farbe bleibt nur wenige Sekunden. Je schwerer die Stufe, desto kürzer darfst du hinsehen.

Wahrnehmungsnahe Wertung

Deine Genauigkeit wird in CIELAB berechnet und entspricht dem Unterschied, den dein Auge wirklich sieht.

PUNKTE0
RUNDE 1 / 5
3
Die Farbe erscheint gleich. Schau nicht vom Bildschirm weg.
1 / 5
350
Sekunden · gut merken
Merk dir nicht nur den Namen, sondern auch den Farbton und wie hell die Farbe ist.
1 / 5
F180 S50 H70
Stell die Farbe mit den Reglern nach und bestätige dann.
FARBTON
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Deine Auswahl
F0 S0 H0
Echte Farbe
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0 / 500 Punkte
Neuer persönlicher Rekord!

Das Farbgedächtnis ist bei allen schwach: Die erinnerte Farbe ähnelt oft eher der „typischen” Farbe im Kopf als der tatsächlich gesehenen. Genau diesen Abstand misst das Spiel.

Was ist das Farbgedächtnis-Spiel?

Farbgedächtnis ist ein Wahrnehmungs- und Gedächtnisspiel, bei dem du eine nur wenige Sekunden sichtbare Farbe aus der Erinnerung wiederherstellst. In jeder Runde füllt eine einzelne Farbe den Bildschirm, verschwindet kurz darauf, und drei Regler erscheinen: Farbton, Sättigung und Helligkeit. Die Farbe selbst siehst du nie wieder; du arbeitest allein mit dem, was im Kopf geblieben ist. Nach fünf Runden stehen Gesehenes und Gewähltes nebeneinander, und die Abweichung wird in Prozent angezeigt.

Ausgangspunkt ist eine schlichte Tatsache: Menschen erkennen Farben hervorragend und erinnern sie erstaunlich schlecht. Liegen zwei Farben nebeneinander, erkennst du kleinste Unterschiede; sollst du dieselbe Farbe aber aus dem Gedächtnis abrufen, weicht das Erinnerte vom Gesehenen ab. Studien zeigen, dass diese Verschiebung nicht zufällig ist: Das Gedächtnis zieht eine Farbe zum „typischen" Vertreter ihrer Kategorie — ein bläulicher Ton wandert Richtung reines Blau, ein orangestichiger Richtung typisches Orange. Über fünf Runden erkennst du deine eigene Verschiebung.

Die Treffergenauigkeit wird nicht über die RGB-Werte des Bildschirms berechnet, sondern im CIELAB-Farbraum, damit die Wertung zu dem passt, was dein Auge tatsächlich sieht. In RGB kann ein zahlenmäßig gleich großer Unterschied im Grünbereich fast unsichtbar und im Blaubereich sehr auffällig sein. CIELAB wurde genau dafür entworfen: gleiche numerische Abstände sollen gleichen wahrgenommenen Unterschieden entsprechen. Deshalb steht dein Prozentwert für echte visuelle Nähe.

So wird gespielt

  • Wähl vor dem Start die Schwierigkeit. Der einzige Unterschied ist die Betrachtungszeit: Leicht 7 Sekunden, Mittel 5 Sekunden, Schwer 3 Sekunden. Bei Schwer kommen zusätzlich blassere und dunklere Töne vor.
  • Jede Runde beginnt mit einem Countdown von drei Sekunden. Die Farbe erscheint bildschirmfüllend, und der Zähler oben rechts zeigt die Restzeit auf die Hundertstelsekunde genau.
  • Verschwindet die Farbe, übernehmen die drei Regler links. Der obere stellt den Farbton ein (der ganze Farbkreis von Rot bis Violett), der mittlere die Sättigung (von grau bis kräftig), der untere die Helligkeit (von fast weiß bis schwarz).
  • Beim Ziehen wird der Regler breiter, und unten links steht, welchen Kanal du gerade drehst. Auch die Tastatur funktioniert: mit Tab zum Regler, mit den Pfeiltasten fein justieren, mit Bild-auf und Bild-ab schnell bewegen.
  • Die große Fläche rechts zeigt deine Farbe live. Bist du zufrieden, schließ die Runde mit der Zielschaltfläche unten rechts ab.
  • Im Ergebnis steht oben deine Farbe, unten die echte, jeweils mit Farbton-, Sättigungs- und Helligkeitswerten. Die Prozentwerte der fünf Runden werden addiert und als Ergebnis in der Bestenliste der jeweiligen Stufe gespeichert. Der Höchstwert ist 500.

Was das Ergebnis wirklich verbessert

  • Bleib nicht beim Benennen stehen. „Grün" zu sagen hilft dir zu behalten, dass es grün war — und lässt dich vergessen, welches Grün. Das Wort zieht die Gedächtnisspur zur Mitte der Kategorie, und genau daher kommt der häufigste Punktverlust. Setz eine Vergleichsangabe daneben: „grün, aber nah an Oliv", „blau, aber ausgeblichen".
  • Lies die drei Kanäle getrennt. Geh beim Betrachten drei Fragen der Reihe nach durch: In welcher Farbfamilie liegt der Ton, wie kräftig ist er, wie hell ist er. Die Regler stellen ohnehin diese drei Fragen; in derselben Sprache hinzusehen erleichtert die Übertragung.
  • Stell die Helligkeit zuerst ein. Wie hell oder dunkel eine Farbe ist, bleibt zuverlässiger im Gedächtnis als der Farbton — und eine falsche Helligkeit erzeugt den größten wahrgenommenen Abstand. Erst Helligkeit festlegen, dann den Ton suchen, zuletzt mit der Sättigung fein justieren.
  • Achte auf den Hang zu übertriebener Sättigung. Die meisten erinnern blasse Farben kräftiger, als sie waren. Sieht deine Wahl „schöner" aus als das Gesehene, hast du vermutlich die Sättigung hochgezogen; nimm ein paar Schritte zurück.
  • Wähl den Moment des Wegschauens bewusst. Nach dem Verschwinden bleibt ein Nachbild, das zur Komplementärfarbe driftet. Statt sofort in die Regler zu springen, hält eine halbe Sekunde auf neutralem Grau die Spur im Kopf sauberer.
  • Halt Bildschirm und Licht konstant. Auf einem Display mit automatischer Helligkeit oder in einem sonnigen Raum sieht dieselbe Farbe anders aus. Wenn du Ergebnisse vergleichen willst, spiel unter gleichen Bedingungen.
  • Wechsle nicht zu früh auf Schwer. Drei Sekunden reichen gerade, um drei Kanäle nacheinander zu lesen und einzeln zu merken; bevor die Routine sitzt, erzeugt diese Zeit vor allem Hektik. Wer auf Mittel nicht verlässlich über 70 % liegt, erzielt auf Schwer meist ein schlechteres Ergebnis.

Welche Fähigkeiten werden trainiert?

  • Visuelles Arbeitsgedächtnis: Einen Reiz, der sich nicht in Worte fassen lässt, ein paar Sekunden im Kopf zu halten, gehört zum Schwersten für das Arbeitsgedächtnis. Farbe ist genau so ein Reiz, bei dem Benennen nicht hilft.
  • Genaues Beobachten: Das Spiel zwingt dich von „das ist blau" zu „das ist ein blasses, leicht ins Grüne gehendes Blau". Diese Unterscheidungsgewohnheit zahlt sich in Design, Fotografie und Malerei direkt aus.
  • Gespür für Farbmodelle: Praktisch zu lernen, dass Farbton, Sättigung und Helligkeit getrennte Kanäle sind, erleichtert jedem die Arbeit, der mit Farbwählern umgeht. Warum eine Farbe „schmutzig" wirkt, erklärt meist die Sättigung.
  • Kalibrierung durch Rückmeldung: In jeder Runde siehst du den Abstand zwischen Schätzung und Wirklichkeit. Einen systematischen Fehler zu erkennen und zu korrigieren — immer kräftiger, immer heller zu wählen — ist eine Fähigkeit, die überall gebraucht wird, wo geschätzt und gemessen wird.
  • Ungeteilte Aufmerksamkeit: Das Zeitfenster ist kurz und kommt nur einmal. Die ganze Aufmerksamkeit in kurzer Zeit auf einen einzigen Reiz zu richten trainiert die Aufmerksamkeitskontrolle.

Häufige Fragen

Ist das Farbgedächtnis-Spiel kostenlos?

Ja. Das Spiel ist völlig kostenlos und braucht weder Mitgliedschaft noch Anmeldung. Es läuft direkt im Browser, am Computer wie am Handy.

Wie wird die Punktzahl berechnet?

Der Abstand zwischen deiner und der echten Farbe wird im CIELAB-Farbraum gemessen und in einen Trefferwert von 0 bis 100 umgerechnet. Die fünf Runden werden addiert; der Höchstwert ist 500.

Warum CIELAB statt RGB?

In RGB entsprechen gleiche Zahlenunterschiede keinen gleichen wahrgenommenen Unterschieden; derselbe Abstand kann in Grün fast unsichtbar und in Blau deutlich sein. CIELAB wurde dafür entworfen, deshalb passt die Wertung besser zum Seheindruck.

Was ändern die Schwierigkeitsstufen?

Vor allem die Betrachtungszeit: Leicht 7 Sekunden, Mittel 5 Sekunden, Schwer 3 Sekunden. Bei Schwer kommen zusätzlich blassere und dunklere Farben vor. Jede Stufe hat ihre eigene Bestenliste.

Warum erinnern Menschen Farben so schlecht?

Farben zu erkennen und Farben zu erinnern sind verschiedene Aufgaben. Beim Abruf driftet die Erinnerung zum typischen Vertreter der Farbkategorie — deshalb wirkt die erinnerte Farbe meist „reiner" als die gesehene.

Was ist ein gutes Ergebnis?

Über 70 % Treffer pro Runde, also rund 350 insgesamt, ist für einen so kurzen Blick gut. Runden über 90 % bedeuten, dass sich die beiden Farben nur nebeneinander unterscheiden lassen.

Beeinflusst mein Bildschirm das Ergebnis?

Ja. Automatische Helligkeit, Nachtmodus-Filter und das Umgebungslicht verändern die wahrgenommene Farbe. Wer Ergebnisse vergleichen will, sollte immer unter gleichen Bedingungen spielen.

Kann ich mit einer Farbsehschwäche spielen?

Da das Spiel vollständig auf Farbunterscheidung beruht, fallen die Trefferwerte bei Farbsehschwäche niedriger aus. Der Helligkeitskanal bleibt zuverlässig, das Spiel ist also spielbar — ein Vergleich mit der allgemeinen Tabelle ist aber wenig aussagekräftig.

Traust du deinem Auge?

Fünf Runden, keine Anmeldung nötig. Mach zuerst eine Runde auf Mittel und sieh dir dein Ergebnis an.

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